Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oberkochen

 

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Aussendungsgottesdienst für Marlene Mangold und David Knoblauch

 

Am Sonntag, 6. August, wurden im Gemeindegottesdienst in Oberkochen Marlene Mangold und David Knoblauch ausgesendet für ihren Einsatz als „Missionare auf Zeit“ (MaZ). Als Seelsorgeeinheit „Vorderes Härtsfeld – Oberes Kochertal“ freuen wir uns über das Engagement der jungen Erwachsenen. Viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte waren gekommen, um sich zu verabschieden. Dabei waren auch die Comboni-Missionare Br. Hans-Dieter Ritterbecks und P. Otto Fuchs. Die Combonis sind die Träger dieses Projekts. Mit unserem Gebet und unserer materiellen Unterstützung wollen wir Marlene und David den Rücken stärken in ihrer künftigen Wirkungsstätte in Lima in Peru.

Spenden sind willkommen auf dem Konto Comboni-Missionare KÖR, 73479 Ellwangen, IBAN DE66 6145 005001106170, BIC OASPDE – AXXX, Verwendungszweck MaZ David Knoblauch (629) oder Marlene Mangold (629) Solidaritätskreis.

 

Cada día hay zancos!

Hola mis amigos!

Die letzten Tage in Deutschland durfte ich wundervolle Abschiede erleben, die mich unter anderem durch diese Reise tragen werde. Unser letzter Vortrag in Oberkochen, am 06.08.17, war sehr erfreulich für David und mich, da viele Besucher und Unterstützer ihr Interesse an unserem Vorhaben und unserem Engagement gezeigt haben. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für das Kommen und die Spenden. Auch der Aussendungsgottesdienst in meiner Gemeinde war schön gestaltet und ein weiterer Zuspruch für mich, auch besonders von Pfarrer Macho, welcher mich und auch David unterstützt hat, wo es nur möglich war.

Nachdem dann die Koffer gepackt waren ging es dann am Mittwoch (16.08.17) auf nach München, wo der Flieger auf mich wartete, oder wohl eher gesagt ich auf den Flieger, da dieser nach zwei Stunden Verspätung endlich mit mir abhob - in Richtung Westen. Auch wenn ich mich schon seit einem guten halben Jahr auf diese große Reise vorbereite, muss ich sagen, dass dieser Tag der erste war, an dem ich wirklich sagen konnte: Jetzt geht es tatsächlich los! Davor war immer noch einiges zu erledigen, sodass ich es nicht wirklich realisieren konnte (das tu ich jetzt noch nicht mal ganz). Nachdem unser Gepäck erst einen Tag später ankam, galt es, die ersten Eindrücke zu verarbeiten. Große Menschenmassen auf einem Fleck, verhandelnde Taxifahrer, chaotische Fahrstile, hupende Autos, unangenehme Gerüche und Müll an den verschiedensten Flecken; Großstadt halt. Gleich am zweiten Tag ging es schon ins lang erwartete „Casa de los Talentos“ (Haus der Talente). Von den Räumlichkeiten war ich etwas enttäuscht, da das ganze Haus momentan eine Baustelle ist, also konnte ich diesbezüglich nicht viel sehen. Ich darf also gespannt sein, wie es nach den Bauarbeiten aussehen wird.

Jedoch durfte ich an meinem zweiten Tag am „anderen Ende der Welt“ schon einen prägenden Moment erleben: Die Kinder, die das Casa täglich besuchen, haben mich gleich herzlich mit üblichem Backenkuss begrüßt und wollten wissen, wer wir denn seien. Mir ging das Herz auf und in diesem Moment wusste ich, dass mir diese Kinder im Laufe des Jahres vermutlich noch sehr wichtig werden würden und ich durch sie viel empfangen kann. Sie laufen jeden Tag mit den Zancos (Stelzen) auf dem Sportplatz, dazu belebende Musik; sie haben so viel Freude daran und stecken mich damit an. Danach werden meistens auch Karten gespielt oder gesungen – mit oder ohne Licht. Freitagabend ist der Strom ausgefallen, demnach durften wir zu Hause in romantischem Kerzenschein chaufa aeropuerto (ein typisch peruanisches Reisgericht mit Gemüse und Hühnchen) genießen.

Am Sonntag war das erste Highlight: Der Gottesdienst am Abend, mit Herzblut von Pater Juán gestaltet. Für mich repräsentiert er einen lebendigen Glauben im Zusammenspiel mit Gemeinschaft, Nähe, Lebensfreude und allgemeiner Zugänglichkeit. Die Kirche war voll, Menschen standen bis in die Straßen hinaus. Miriam (eine Mitfreiwillige) und ich durften im Chor jeweils einen Solopart auf Spanisch singen. Gegen Ende wurden wir dann von Juán der Gemeinde vorgestellt und herzlich empfangen.

Nächste Woche wird vermutlich Martin – ein Lehrer – mit uns Spanisch lernen und ich freue mich riesig darauf, denn ich habe Lust mich mit den Menschen hier gut unterhalten zu können und mehr als Bruchteile der Konversationen zu verstehen.

Die ersten Tage waren schon sehr eindrucksvoll, es gibt viel zu staunen, zu verarbeiten und zu danken. Ich bin glücklich, dass ich nun gut angekommen bin und anfange, mich hier einzuleben. Ich bin gespannt, was mich in nächster Zeit erwarten wird und werde bald wieder von mir hören lassen! Bis dahin, macht´s gut, ihr könnt euch auch gerne für ein Gebet für mich, David und das Projekt Zeit nehmen, ich würde mich sehr freuen.

In Gedanken,

eure Marlene Helena

Schachmatt!

San Genaro, den 20.09.2017

Hallo meine Freunde! Wahnsinn, wie die Zeit vergeht und ich schon meine sechste Woche hier verbringe.

Kurzum: Egal, ob in Deutschland oder hier, es ist immer etwas los, und das ist auch gut so, denn ich bin gerne aktiv. Mein Spanisch macht Fortschritte und ich freue mich auf die kommenden Wochen, auch auf Jonathan (aus in der Nähe von Wien), welcher für 2,5 Monate bei uns wohnen wird und mit uns arbeiten wird, denn das macht die Zeit hier spannend.

Bleibt wohl auf meine Freunde, ich werde bald wieder von mir hören lassen.

Den kompletten Blogeintrag mit Bildern findet ihr unter cosamar.org!

Der Reisebericht liegt auch am Schriftenstand in der Kirche aus.

Herzlichst

Marlene Helena