Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oberkochen

 

Startseite

Aktuelles

Termine

Jahresablauf

Gottesdienste

Verantwortliche

Gemeinde

Kindergarten St. Michael

Soziale Einrichtungen

Gruppen

Partnerschaften

Was ist, wenn ...?

Seelsorgeeinheit

Archiv

Links

Von A - Z

Impressum

 

 

 

 

 

 

 

Jahresrückblick 2016 und Ausblick des Kirchengemeinderats

 

Liebe Schwestern und Brüder,

verehrte liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinde St. Peter und Paul!

 

Wie in vielen Medien ist es auch in unserer Kirchengemeinde eine lange und gute Tradition, am Ende eines Jahres zurückzublicken. Zunächst hoffe ich natürlich, dass das Jahr 2016 für Sie persönlich und Ihre Familien ein gutes Jahr war. 

Gerne versuche ich nun, für unsere Kirchengemeinde das abgelaufene Jahr in den Blick zu nehmen. Insbesondere soll dieser Jahresbericht dazu dienen, Ihnen über die Arbeit und Entscheidungen des Kirchengemeinderats einen Überblick zu ermöglichen.

 

Der Kirchengemeinderat hat sich im Jahr 2016 zu insgesamt 8 Sitzungen getroffen, dabei haben wir im April eine gemeinsame Ökumenische Sitzung mit dem Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchgengemeinde abgehalten. Daneben arbeiten unsere Damen und Herren des Kirchengemeinderats noch in den Ausschüssen mit. An dieser Stelle möchte ich deshalb allen meinen Kolleginnen und Kollegen des Kirchengemeinderats ganz herzlich für ihr Engagement und die geleistete ehrenamtliche Arbeit danken.

 

Wichtige ökumenische Ereignisse waren in diesem Jahr neben den Gottesdiensten die neue Gemeindewallfahrt. Die zweite Ökumenische Wallfahrt im kommenden Jahr wird auch unter Beteiligung der Härtsfeldgemeinden wieder am Pfingstmontag an der Kapelle Maria-Eich beginnen und in der Kirche in Waldhausen ihren Abschluss finden. Die Ökumenischen Einrichtungen, die Nachbarschaftshilfe und das Café-Zuversicht, setzen sich seit Jahren mit großer Hingabe für die älteren Menschen ein. Unser Dank gilt den beiden Einsatzleiterinnen Frau Neubauer und Frau Streck mit ihren Einsatzteams. Unser Kirchengemeinderat Dietmar Walter hat die Geschäftsführung der Nachbarschaftshilfe übernommen, auch ihm möchte ich dafür Dank sagen. Die anstehende Sanierung der Versöhnungskirche wirft ihren Schatten voraus. So hat die Evangelische Kirchgemeinde bereits Weihnachtsgottesdienste hier in der Pfarrkichre und im Rupert-Mayer-Haus gefeiert. Mit Beginn der Bauarbeiten im kommenden Jahr wird die Versöhnungskirche komplett geschlossen. Wir werden natürlich gerne aushelfen und unsere Gemeinderäume und die Kirche nach Möglichkeit gerne zur Verfügung stellen.

 

Zu unserem Gemeindezentrum Rupert-Mayer-Haus kann ich Ihnen berichten, dass wir hier laufend Instandhaltungen durchführen, so konnte Anfang des Jahres unserer Ministrantengruppe ein neuer Jungendraum im Untergeschoss übergeben werden. Im Saal des Rupert-Mayer-Hauses wurde die Beschallungsanlage erneuert. Die Hausmeistertätigkeit ist von Willi Uhl auf Bernd und Petra Betzler übergegangen. Herrn Uhl danke ich für die langjährigen Dienste im RMH, Kirche und Pfarrhaus. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Ehepaar Betzler engagierte Nachfolger finden konnten.

 

Unsere Kindertageseinrichtung St. Michael leistet einen wertvollen Beitrag zur Integration der Kinder mit Migrationshintergrund. Als einziger Kindergarten in Oberkochen wurde St. Michael vor kurzem in das Bundesprogramm „Sprachförderung“ aufgenommen. Die hervorragende Arbeit der pädagogischen Fachkräfte haben uns die Eltern in einer Umfrage bestätigt. In diesem Jahr konnte die Neugestaltung der Außenanlagen und Spielgeräte endgültig abgeschlossen werden. Unser Dank richtet sich an die kommissarische Leiterin der Kita, Frau Nadine Monsees, und ihr ganzes Team, an den Kindergartenausschuss, der von Herrn Hans-Peter Wolf geleitet wird, an die Kirchenpflegerin Frau Edeltraut Kieninger sowie an unserer Kindergartenbeauftragte Frau Claudia Fröhlich vom Katholischen Verwaltungszentrum in Aalen. Danken möchte ich natürlich auch der Stadtverwaltung Oberkochen. Die Stadt übernimmt einen wesentlichen Anteil an den Betriebskosten der Kita. Auch unsere Kirchengemeinde stellt aus den jährlichen Haushaltsmitteln einen nicht unerheblichen Betrag von rund 50.000 Euro für St. Michael zur Verfügung.

 

Nachdem ich einen Blick auf unsere Kleinsten geworfen habe, komme ich nun zu unseren Jugendlichen. Herr Pfarrer Manfred Rehm leitet die Jungendseelsorge der drei Gemeinden Ebnat, Waldhausen und Oberkochen. Die Jugendausschüsse treffen sich mittlerweile auch auf Ebene der Seelsorgeeinheit. So wurde die Vorbereitung für die Firmung im März kommenden Jahres von allen drei Gemeinden gemeinsam konzipiert. Im Leitungsteam sind für unseren Kirchengemeinderat Frau Michaela Brunnhuber und Pino Carletti engagiert. Beiden möchte ich für ihren Einsatz einen herzlichen Dank sagen. Dank gilt aber auch Herrn Pfarrer Rehm und allen Damen und Herren die eine Firmgruppe und unsere Erstkommunionkinder begleiten. Nicht zu vergessen sind unsere vielen Ministrantinnen und Ministranten. Auch euch rufe ich ein herzliches Dankeschön für eure treuen Dienste hier am Altar unserer Kirche zu.

 

Die Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheit haben sich auf den gemeinsamen Weg gemacht. Die Gottesdienste, zum Beispiel an der Kapelle Maria-Eich oder das Konzert aller vier Kirchenchöre in Ebnat, lassen die Gemeinden weiter zusammenwachsen. Der gemeinsame Ausschuss der Seelsorgeeinheit trifft sich regelmäßig und hat zum Beispiel den Auftrag, den Entwicklungsprozess Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten auf den Weg zu bringen. Viele Dinge müssen nicht mehr von jeder einzelnen Gemeinde für sich erledigt werden. Es bietet sich zum Beispiel eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für alle Gemeinden an. Auch die Zusammenarbeit unserer Kindertageseinrichtungen wird intensiviert, hierfür wurde vor kurzem ein neuer Ausschuss gegründet. Die ausgeschriebene Stelle der Pastoralreferentin in unserer Seelsorgeeinheit konnte leider nicht besetzt werden, es sind keine Bewerbungen eingegangen.

 

Aber auch bei uns in Oberkochen ist in diesem Jahr Neues gewachsen. Jeweils am ersten Donnerstag eines Monats hat das neue Trauercafé im Edith-Stein-Haus seine Pforten geöffnet. Unser Dank geht an Frau Brigitte Werner und das gesamte Team des Trauercafés.

 

Unsere Caritaskonferenz zeichnet für die Seniorenarbeit und Flüchtlingsbetreuung verantwortlich. Neben den monatlichen Seniorennachmittagen ist auch der Begegnungsnachmittag für Flüchtlinge Anfang Dezember auf große Resonanz gestoßen. Für das großartige Engagement aller Mitarbeiterinnen der Caritaskonferenz für unsere Senioren und Flüchtlinge, aber auch den Besuchsdienst unserer Gemeinde darf ich ein ganz herzliches Vergelt’s Gott aussprechen, insbesondere auch den tragenden Säulen Frau Hilde Weber und Frau Irma Zimmermann.

 

Für unsere Partnergemeinde Kariobangi in Kenia arbeitet das ganze Jahr über unser Missionsausschuss / MEF. Wir freuen uns, dass unsere Gemeinde auch über den eigenen Kirchturm hinaus schaut und die Armen in Afrika nicht vergisst. Für die im Missionsausschuss geleistete Arbeit darf im mich ebenfalls herzlich bedanken. In diesem Jahr konnten wir Spendengelder in Höhe von 10.000 Euro über die Combonimissionare nach Kariobangi überweisen.

 

Unser Kirchgengemeinderat hat in diesem Jahr unter anderem folgende Beschlüsse gefasst:

 

Das Dach der Maria-Schutz-Kapelle wird im kommenden Jahr erneuert. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 78.000 €. Von der Diözese werden wir einen Zuschuss mit 5.000 € erhalten, allerdings werden auch Spenden der Gemeindemitglieder in Höhe von mindestens 8.000 € benötigt. Wir würden es sehr begrüßen, wenn ein Teil der Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden könnte. Im Anschluss an die Dachsanierung wird dann das Innere der Kapelle renoviert.

 

Der Orgelsachverständige der Diözese hat für unsere Orgel hier in der Pfarrkirche ein Gutachten erstellt und leider umfangreiche Mängel festgestellt. Dieses Gutachten haben wir nun an drei Orgelbaufirmen weitergegeben und erwarten in den nächsten Wochen den Eingang entsprechender Kostenvoranschläge.

 

Die von der Baulandumlegung Weingarten betroffenen und bei der Maria-Schutz-Kapelle liegenden Grundstückflächen werden wir im Rahmen des Umlegungsverfahrens an die Stadt Oberkochen abgeben und im Gegenzug eine Entschädigung in Geld erhalten.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

bevor ich nun zum Ende meiner Ausführungen komme, möchte ich Sie gerne über die wichtigsten statistischen Zahlen unserer Kirchengemeinde informieren:

 

Im Jahr 2016 sind leider 40 Gemeindemitglieder verstorben und 19 Mitglieder haben ihren Austritt erklärt. Das Sakrament der Taufe konnte 26-mal gespendet werden, eine Neuaufnahme konnte verzeichnet werden. Der langjährige Trend, wonach die Zahl unserer Gemeindemitglieder schrumpft, hat sich damit leider fortgesetzt. Wie im Vorjahr haben sich nur zwei Paare das Ehesakrament gespendet. Am Weißen Sonntag haben 24 Kinder zum ersten Mal die heilige Kommunion empfangen.

 

Ganz herzlich dürfen wir wieder für sehr gute Kollekten- und Spendenergebnisse danken:

 

Bei der Caritas-Herbstsammlung sind 6.200 Euro eingegangen. Beim Kirchweihfest konnten wir 1.420 Euro für Kariobangi erlösen. Die Adveniat-Kollekte in den vergangenen Tagen erbrachte ein vorläufiges Ergebnis in Höhe von 3.380 Euro. Unsere Sternsinger wurden in den letzten Tagen wieder sehr herzlich in den Häusern unserer Stadt empfangen. Am kommenden Montag wird die Aktion abgeschlossen, an diesem Nachmittag werden nochmals vier Gruppen unterwegs sein. Wir danken sehr herzlich Herrn Hans-Peter Wolf für die Leitung dieser tollen Aktion, allen Gruppenbegleitern und natürlich ganz besonders den vielen Kindern.

 

Meine Christinnen und Christen unserer Pfarrgemeinde!

 

Wir können wieder auf ein sehr lebendiges Gemeindejahr zurückblicken. Im Auftrag unseres Kirchengemeinderats danke ich Ihnen allen von Herzen für Ihre vielfältigen und treuen Dienste. Diesen Dank verbinde ich gleichzeitig mit der großen Bitte an Sie, auch im neuen Jahr 2017 in Ihrem Einsatz für die Verkündigung des Evangeliums und zum Segen unserer Mitmenschen, sei es in Oberkochen oder in Afrika, nicht nachzulassen.

 

Im Namen von uns allen möchte ich besonders unseren Seelsorgern, Herrn Pfarrer Andreas Macho, Herrn Pfarrer Manfred Rehm und Herrn Pfarrer Martin David für ihr segensreiches Wirken in unseren Gemeinden ein herzliches Vergelt’s Gott zurufen.

 

Ihnen und allen unseren Gemeindemitgliedern wünsche ich ein gesegnetes und friedvolles Jahr 2017!

 

Oberkochen, 31.12.2016

Thomas Haas

Zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats

Statistik

2015

2016

Katholiken

3317

3265

Taufen

23

26

Beerdigungen

49

40

Eheschließungen

2

2

Erstkommunionkinder

30

24

Firmlinge

50

--

Kirchenaustritte

16

19

Neu-/Wiederaufnahmen

--

1

Gottesdiensteilnehmer

7,7 %

7,0 %

Kollekten

2015

2016

Caritas Herbstsammlung

7.420€

6.534€

Misereor

1.525 €

1.121 €

Renovabis

563 €

436 €

Missio

853 €

493 €

Sternsinger

13.206 €

14.226 €

Adveniat

4.137 €

3.399 €

Kariobangi

15.500 €

10.500 €

------------------------------------------------------------------------

 

 

Jahresrückblick 2015 und Ausblick des Kirchengemeinderats

 

Liebe Schwestern und Brüder,

verehrte liebe Mitglieder unserer Kirchengemeinde St. Peter und Paul!

 

Was war das für ein Jahr, das Jahr 2015! Es wird uns leider auch als Jahr der Gewalt und des Terrors in Erinnerung bleiben. Sehr viele Menschen mussten gewaltsam ihr Leben lassen oder sind aus nackter Angst um ihr Leben auch zu uns nach Oberkochen geflohen. Heute ist der Friede unserer Welt in Gefahr wie lange nicht mehr.

 

Wenn wir andererseits auf unsere Kirchengemeinde St. Peter und Paul schauen, blicken wir sehr dankbar zurück auf vieles, was geschehen und gelungen ist. Besonders auf die herausragende Arbeit unserer Pfarrer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sei es als Haupt-, Neben- oder Ehrenamtliche, die mit ihrem vielfältigen Engagement Zeugnis ablegen für die heilsame Wirkung der christlichen Botschaft. Mein Dank geht namentlich an Herrn Pfarrer Andreas Macho, Herrn Pfarrer Manfred Rehm, Herrn Pfarrer Martin David, an unsere Kirchenpflegerin Frau Edeltraut Kieninger, an unsere Sekretärin Frau Carola Werner, an das pädagogische Fachpersonal unserer Kindertagesstätte St. Michael, an die Kirchengemeinderätinnen und –Räte sowie an Sie alle, die Sie sich für unsere Christengemeinde engagieren.

 

Jeden Jahreswechsel nehmen wir traditionell zum Anlass um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und inne zu halten. Ich werde zunächst eine kurze Bestandsaufnahme machen und uns die Frage stellen: „Wo steht unsere Kirchengemeinde St. Peter und Paul aktuell?“

 

In einem zweiten Teil, werde ich Ihnen den durch unseren Bischof Dr. Gebhard Fürst initiierten Entwicklungsprozess „Kirche am Ort, Kirche an vielen Orten gestalten“ kurz vorstellen.

 

Aus diesem Entwicklungsprozess heraus ergeben sich viele Perspektiven, weshalb ich den dritten Teil meiner Ausführungen unter den Blickpunkt „Wie könnte dieser Prozess in unserer Seelsorgeeinheit aussehen?“ stellen werde.

 

Im letzten Abschnitt werde ich Ihnen zwei bedeutende Herausforderungen für unsere Kirchengemeinde St. Peter und Paul in den kommenden Jahren skizzieren.

 

Liebe Gottesdienstgemeinde!

Wo steht unsere Kirchengemeinde St. Peter und Paul am Ende des Jahres 2015?

 

Der Trend der letzten Jahre hat sich leider weiter fortgesetzt und die Zahl unserer Gemeindemitglieder ist auch in diesem Jahr um 44 auf 3.323 zurückgegangen (Zu- und Wegzug sind noch nicht berücksichtigt). Leider sind 49 Gemeindemitglieder zu unserem Vater heimgekehrt. Im Sakrament der Taufe konnten dagegen nur 23 Kinder in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden. Wir bedauern sehr, dass 18 Mitglieder aus unserer Kirche hier in Oberkochen ausgetreten sind. Immer weniger Paare spenden sich das Sakrament der Trauung, mit nur 2 Trauungen haben wir hier einem neuen Tiefpunkt erreicht.

 

Auch unsere so genannte Kern- oder Gottesdienstgemeinde wird von Jahr zu Jahr kleiner, was wir insbesondere an der Anzahl unserer regelmäßigen Gottesdienstbesucher ablesen können. Die Quote unserer Gottesdienstbesucher ist mittlerweile und vermutlich dauerhaft auf unter 10 Prozent abgesunken. Trotzdem dürfen wir froh und dankbar sein, dass 30 Kinder zum ersten Mal die Hl. Kommunion empfangen haben. Das Sakrament der Firmung wurde 49 jungen Menschen und einer Erwachsenen gespendet. Allen unseren Gemeindemitgliedern die sich in die so wichtige Vorbereitung unserer Kinder und Jugendlichen auf die Sakramente einbringen, überbringe ich ein herzliches Vergelt’s Gott im Namen der ganzen Gemeinde.

 

Was wir so nicht erwarten konnten und deshalb sehr erfreulich ist, ist die Beteiligung an der Kirchengemeinderatswahl am 15. März. Mit einer stabilen Quote von 29 Prozent aller Wahlberechtigten liegen wir erneut im Mittelfeld unseres Dekanats. Im Vorfeld der Wahl konnten wir 17 Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen, so dass unsere Gemeindemitglieder auch eine echte Wahl hatten. An dieser Stelle danke ich allen Kandidatinnen und Kandidaten aber auch allen Wählerinnen und Wählern die mit ihrer Stimmabgabe ihre Verbundenheit mit unserer Christengemeinde zum Ausdruck gebracht haben.

 

Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 19. April konnte Pfarrer Andreas Macho die neuen Kirchengemeinderatsmitglieder begrüßen. Den ausgeschiedenen Mitgliedern gilt unser ganz besonderer Dank, sie haben über viele Jahre und Jahrzehnte das Leben unserer Kirchengemeinde mitgestaltet und sind auch weiterhin an anderer Stelle aktiv.

 

Gut besuchte Festgottesdienste, viele weitere Aktionen und Aktivitäten in Oberkochen, in den Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit, an vielen weiteren kirchlichen Orten und auf ökumenischer Ebene mit der Evangelischen Nachbargemeinde sind Zeugnis für unser lebendiges Gemeindeleben. Herzlichen Dank an Sie alle, an unsere Kinder, die Jugendlichen, Frauen und Männer die sich Tag ein Tag aus für die Mitmenschen in Oberkochen sowie die Brüder und Schwestern in unserer Partnergemeinde Kariobangi, im Kongo, in Tansania und in Indien einsetzen.

 

 

Liebe Schwestern und Brüder,

nun komme ich zum zweiten Teil meiner Ausführungen und möchte den Blick in die Zukunft richten. Die Kirche Jesu Christi hat sich in den vergangenen 2000 Jahren permanent erneuert. Im Sinne dieser Erneuerung hat deshalb unser Bischof Dr. Gebhard Fürst unter dem Motto „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ einen dialogischen Prozess für die Zukunft ins Leben gerufen.

 

Träger dieses Prozesses bei uns werden die vier Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheit gemeinsam sein. Künftig wird es um ein vernetztes Arbeiten gehen, das die unterschiedlichen Orte der Pastoral insgesamt stärken soll. Wir spüren alle, dass Kirche sich verändert und sie sich verheutigen muss, damit ihre Botschaft die Menschen erreicht. Für die Erneuerung der Pastoral vor Ort ist das Mitwirken aller getauften und gefirmten Christinnen und Christen von großer Bedeutung. Wir sollen eine zeitgenössische, pilgernde, gastfreundliche und missionarische Kirche sein. Diesem Ziel dient der diözesane Prozess!

 

Auf unserer Klausurtagung im vergangenen November haben sich die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit darauf verständigt, den Startschuss für diesen Entwicklungsprozess im kommenden Herbst zu geben. Wir alle in den unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Diensten werden hierzu gebraucht. Ich darf Sie und unsere ganze Kirchengemeinde deshalb heute schon dazu aufrufen, sich auf diesen Entwicklungsprozess ohne Vorbehalte einzulassen und daran aktiv mitzuwirken. Bei allem leitet uns die Perspektive, Gott und den Menschen nahe zu sein.

 

 

Liebe Gottesdienstgemeinde,

wie könnte nun dieser Prozess für die vier Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit Vorderes Härtsfeld / Oberes Kochertal aussehen?

 

Im Rahmen der bereits von mir erwähnten Klausurtagung haben sich unsere Damen und Herren der Kirchengemeinderäte aus den vier Gemeinden zusammen mit unseren Pfarrern Hermann Knoblauch, Andreas Macho und Manfred Rehm viele Gedanken gemacht, wie unsere vier Gemeinden auch in der Zukunft ihren Auftrag erfüllen können.

Dabei konnten wir bereits eine Mut machende Aufbruchsstimmung spüren, die uns Kraft für die kommenden Aufgaben gibt.

 

Um es vorne weg zu schicken: Wir müssen nicht alles neu erfinden! In den jeweiligen Gemeinden gibt es bereits Bewährtes, so haben wir viele Vorteile gefunden, die für eine enge Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit sprechen. Ziel ist es, Aufgaben zu bündeln und Kräfte für Neues freizusetzen! Dies gilt im Besonderen auch für unsere Seelsorger, die für alle Gemeinden gleichermaßen sorgen und sich gegenseitig entlasten können. So wird beispielsweise für die neue Erstkommunionvorbereitung in Ebnat, Waldhausen und Oberkochen bereits das gleiche Konzept eingesetzt. Die Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit könnten wir ebenfalls zusammenführen. Hier wurden bereits konkret eine gemeinsame Homepage und ein gemeinsamer Gemeindebrief vorgeschlagen.

 

Liebe Versammelte!

Der Entwicklungsprozess zur Erneuerung unserer Gemeinden wird in den nächsten Jahren von uns allen viel Engagement abverlangen. Bei allen gemeinsamen Perspektiven auf Ebene unserer Seelsorgeeinheit haben wir ganz konkrete Herausforderungen hier bei uns in Oberkochen, die ich ihnen abschließend noch kurz erläutern möchte.

 

Unsere Pfarrkirche, die Kapellen und Gemeindehäuser sind ein fester Bestandteil unseres aktiven Gemeindelebens. Beratungen hierrüber gehören natürlich regelmäßig zu den Tagesordnungspunkten in den Sitzungen des Kirchengemeinderats und des Verwaltungsausschusses. So hat sich unser neu gewähltes Gremium in diesem Jahr im Rahmen einer Kirchengemeinderatssitzung sowie im Rahmen einer Begehung ein umfassendes Bild von unseren Immobilien gemacht. Dabei haben wir diverse Reparatur- und Renovierungsmaßnahmen erkannt und teilweise bereits umgesetzt.

 

Es haben sich aber auch größere Projekte herauskristallisiert, die die Finanzen unserer Kirchengemeinde in den nächsten Jahren sehr beanspruchen werden:

 

Als erstes möchte ich Ihnen die Renovation unserer Maria-Schutz-Kapelle nennen. Hier sind die Dachziegel sehr in die Jahre gekommen. Fachmännischer Rat empfiehlt uns deshalb die komplette Erneuerung der sogenannten Dachaußenhaut. Auch der Innenraum der Kapelle benötigt wieder einen neuen Anstrich. Im Zuge dieser ganzen Maßnahmen bietet es sich an, den Altarraum der Kapelle künstlerisch neu zu gestalten sowie die Beleuchtung auszutauschen.

 

Das zweite Projekt betrifft unsere Pfarrkirche. Die Orgel wurde 1951 gebaut und letztmals 1993 generalüberholt. Mittlerweile hat insbesondere die Orgel-Mechanik diverse Schwächen, was uns durch die Organisten immer wieder berichtet wird. Wir wollen uns zunächst mit dem Orgelsachverständigen unserer Diözese beraten, sind uns jedoch bereits heute im Klaren, dass nach beinahe 25 Jahren wieder eine umfangreiche Sanierung notwendig ist.

 

Den beiden von mir genannten Renovierungen – Maria-Schutz-Kapelle und Orgel – müssen wir die erste Priorität einräumen, was natürlich nicht bedeuten darf, dass wir unsere anderen Gebäude und Einrichtungen vernachlässigen werden. Allein die beiden großen Maßnahmen werden uns finanziell sehr stark belasten. Allerdings werden wir erst mit Genehmigung der Maßnahmen durch die Diözese endgültige Klarheit zur Finanzierbarkeit erhalten. Eines sollte uns aber heute schon bewusst sein: Für die Maria-Schutz-Kapelle und die Orgel werden wir nennenswerte Eigenanteile durch Spenden der Gemeindemitglieder aufbringen müssen.

 

Meine Christinnen und Christen unserer Pfarrgemeinde!

 

Ihnen allen danke ich im Namen unserer Pfarrer und im Namen des Kirchengemeinderats von Herzen für ihr Engagement an der Verkündigung des Evangeliums und am Auftrag unserer Christengemeinde. Ebenso danke ich allen, die auch 2016 dabei sein wollen und neu dabei sein werden.

 

So wünsche ich Ihnen, liebe Schwestern und Brüder die Sie heute Abend in diesen Gottesdienst gekommen sind, Ihren Familienangehörigen und allen unseren Gemeindemitgliedern ein gesegnetes neues Jahr 2016!

 

Oberkochen, 31.12.2015

Thomas Haas , zweiter Vorsitzender des KGR

 

 

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul 2015

 

2011

2012

2013

2014

2015

Katholiken

3472

3448

3437

3367

3317

Taufen

24

17

22

24

23

Beerdigungen

49

39

47

56

49

Trauungen

6

12

4

7

2

Erstkommunionkinder

26

35

22

25

30

Firmlinge

57

 

63

 

50

Kirchenaustritte

23

11

19

29

16

Neu-/Wiederaufnahmen

 

1

 

1

 

Kollekten, gesamt [€]*

36.950*

42.302*

44.394*

32.643*

36.518

Sternsinger [€]

12.113

12.323

13.131

13.490

13.190

Adveniat

 

 

 

 

3.637

nach Kariobangi [€]

10.000

10.000

4.000

20.000

15.000

Verbl. Kirchenpflege [€]

12.234

13.868

13.754

14.353

12.293

 

 

 

 

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul      -   2014

 

2010

2011

2012

2013

2014

Katholiken

3553

3472

3448

3437

3367

Taufen

25

24

17

22

24

Beerdigungen

48

49

39

47

56

Trauungen

12

6

12

4

Erstkommunionkinder

32

26

35

22

25

Kirchenaustritte

20

23

11

19

29

Neu-/Wiederaufnahmen

1

 

1

 

1

Kollekten, gesamt [€]*

42.107*

36.950*

42.302*

44.394*

32.643*

Sternsinger [€]

12.364

12.113

12.323

13.131

13.490

nach Kariobangi [€]

14.000

10.000

10.000

4.000

20.000

Verbl. Kirchenpflege [€]

13.801

12.234

13.868

13.754

14.353

*Inkl. Sternsinger und Adveniat

Herzlichen Dank für Ihre Spende

Danken möchten wir allen die im letzten Jahr durch ihre Spende die Kirchengemeinde als auch die Kollekten tatkräftig unterstützt haben. Ihnen allen ein herzliches Vergelt’s Gott.

 

 

 

 

 

Jahresbericht des 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats

Im Jahresabschlussgottesdienst am Silvesterabend 2013

ergriff der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Peter und Paul, Konrad Werner, Gelegenheit, die Gemeinde über die Arbeit des Kirchengemeinderates im abgelaufenen und den kommenden Jahren zu informieren.

Neben den beiden Themenbereichen Rückblick und Ausblick hob er aber besonders darauf ab, was die Gemeindemitglieder gemeinsam erreichen können und dazu gehört auch das gemeinsame Feiern von Festen. Gelegenheiten dazu gab es im abgelaufenen Jahr immer wieder – seien es Jubiläen, seien es kirchliche Feste. Der Gruppe Mission-Entwicklung-Frieden, die ihr 20jähriges Bestehen feierte, dankte er besonders für ihre unermüdliche Unterstützung der Missionsprojekte. Der 50. „Geburtstag“ des Kindergartens St. Michael war nicht nur Anlass, in Verbindung mit dem Kirchweihfest zu einem Ehemaligentreffen einzuladen und den Festgottesdienst an Kirchweih mitzugestalten. Der in den zurückliegenden Jahren auf „neue Beine“ gestellte Kindergarten stellte sich auch der Kommune und Vertretern der örtlichen Wirtschaft vor und zeigte, dass nicht nur große Kinderhäuser etwas zu bieten haben, sondern dass auch eine kleine Einrichtung gut, effizient und schön sein kann.

Ein weiteres Jubiläum, den 200. Geburtstag von Adolph Kolping, brachte natürlich insbesondere die Oberkochener Kolpingfamilie der Bevölkerung zu Bewusstsein.

Erwähnenswert ist auch, dass, obwohl das Wetter ja sicherlich keine Sonnenscheinrekorde geschlagen hatte, zum ersten Mal seit der Investitur von Pfarrer Macho sowohl an Christi Himmelfahrt als auch an Fronleichnam Prozessionen im Freien stattfinden konnten, womit eindeutig widerlegt ist, dass Pfarrer Macho am schlechten Oberkochener Wetter schuld ist. Christi Himmelfahrt wurde auch zum ersten Mal in einer neuen Umgebung begangen, nämlich im erstaunlich geräumigen Pfarrgarten, von wo aus die Prozession sich zum katholischen Friedhof und von dort zurück zur Kirche bewegte.

Ein weiteres Thema des Rückblicks waren Personalia. Im Kindergarten hat das Personal nahezu vollständig gewechselt, so dass dort ein komplett verändertes Team arbeitet. Die Rückmeldungen von verschiedener Seite sind sehr gut.

Leider ist im Rupert-Mayer-Haus mit der Fam. Rafalski das Hausmeisterehepaar weggezogen, es konnte aber mit Herrn Willi Uhl eine gute Lösung gefunden werden. Die Reinigung des Hauses und vor allem des Kindergartens musste allerdings professionalisiert werden und ist bei der SOFA in guten Händen. Dies führt auch zur Entlastung der Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kirchengemeinde, da sich jetzt niemand mehr um Urlaubs- oder Krankheitsvertretungen kümmern muss und da gesetzliche Vorgaben bezüglich Reinigung und Hygiene jederzeit eingefordert, aber auch eingehalten werden können.

Aber auch durch weniger spektakuläre Veränderungen wie beispielsweise beim Kirchenschmuck zeigte sich, dass die Gemeinde in Bewegung ist. Seit August ist auch mit Pfarrer Martin David ein neuer Vikar für etwa 2 Jahre nach Oberkochen gekommen, im Advent wurde das neue Gotteslob eingeführt und seitdem mehr und mehr „erforscht“ und gerade jetzt hat sich mit einer Verjüngung und gleichzeitigen Erhöhung der Anzahl der Sternsingergruppen bei qualifizierter Begleitung durch Erwachsene ein Prozess manifestiert, den Kirchengemeinderat Hans-Peter Wolf schon seit längerem betreibt, indem er versucht, alle Gruppen, die in irgendeiner Weise mit Jugendarbeit zu tun haben, zu vernetzen und die Gemeinsamkeiten auszubauen.

Vorausblickend wies Werner auf die Kirchengemeinderatswahlen im März 2015 hin. Wenn auch für diese Wahlen im Allgemeinen kein Wahlkampf erforderlich wird, ist doch die Suche nach Gemeindemitgliedern, die bereit sind, sich für diese nicht nur verantwortungsvolle, sondern auch interessante Aufgabe zur Verfügung zu stellen. Die ev. Partnergemeinde hat vor kurzem gewählt und so wird eine der ersten Sitzungen im kommenden Jahr gemeinsam mit dem neuen Rat der ev. Gemeinde stattfinden, um die Möglichkeiten, die die Ökumene vor Ort bietet, zu besprechen und auszuweiten. Veranstaltungen wie die ökumenische Bibelwoche, der Weltgebetstag der Frauen oder der Tag der Schöpfung haben ihren festen Platz in unserem Jahresablauf, das Café Zuversicht und die ökumenische Nachbarschaftshilfe sind ein wesentlicher Bestandteil im Gemeindeleben, die Traineeausbildung für Jugendliche beider Kirchengemeinden ist in der vierten Runde.

Natürlich vergeht kein Jahr ohne Pflege- und Reparaturmaßnahmen an den kirchlichen Gebäuden. So sind derzeit erste Schritte bei der Renovierung des ehemaligen Schwesternhauses hinter dem Pfarrhaus angelaufen, im Untergeschoss des Rupert-Mayer-Hauses wurden und werden Maßnahmen durchgeführt, die im Ministrantenraum und im „Afrikazimmer“ erste Ergebnisse zeigen und die Erneuerung der Außenanlage im Kindergarten läuft und wird im kommenden Jahr unter Beteiligung von Gemeindemitgliedern, Kirchengemeinderäten und Eltern oder Großeltern weiter von sich reden machen.

Auch längerfristige Projekte wie die geplante Gründung einer St.-Peter und Paul-Stiftung, Veränderungen im Umfeld der Kirche durch die Innenstadtsanierung, bei denen die Kirchengemeinde auch gestaltend mitwirken will, oder das geplante Baugebiet im Weingarten, wo ein großes Grundstück Eigentum der Kirchengemeinde ist, werden die Arbeit in den kommenden Jahren beeinflussen.

Zum Ende seiner Ausführungen dankte Werner allen Haupt-, Neben- und Ehrenamtlichen, die das Gemeindeleben in Oberkochen in Gang halten und wünschte den Zuhörern im kommenden Jahr ein gutes Gelingen aller anfallenden Aufgaben eingebunden in ihr soziales Netz und im Vertrauen auf Gott und seine Hilfe, ein Gottvertrauen, wie es in einer Aussage eines Bauern gegenüber dem Pfarrer von Ars zum Ausdruck komme: „Ich schau auf ihn und er schaut auf mich“.

Josef Distl

 

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul

 

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Katholiken

3694 

3611

3553

3472

3448

3437

Taufen

28

28

25

24

17

22

Beerdigungen

51

55

48

49

39

47

Trauungen

11

7

12

6

12

4

       davon auswärts

2

2

7

2

1

1

Erstkommunionkinder

37

24

32

26

35

22

Firmlinge

 

60

 

57

 

63

Kirchenaustritte

14

14

20

23

11

19

Neu-/Wiederaufnahmen

 

1

 

 

1

 

Kirchenbesucher

429

344

322

309

336

242

       in %

11,6

9,5

9,1

8,9

9,7

7,0

Kollekten, gesamt [€]

38 911*

42 042*

42107*

36 950*

42 302*

44 394*

Sternsinger [€]

14 204

14 168

12 364

12 113

12 323

13131

nach Kariobangi [€]

16 600

15 700

14 000

10 000

10 000

4 000

Verbl. Kirchenpflege [€]

14 442

15 738

13 801

12 234

13 868

13 754

* inklusive Adveniat und Sternsinger

 

 

 

 

Jahresbericht des 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats

Im Jahresabschlussgottesdienst am Silvesterabend 2012

erhielt der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Peter und Paul, Konrad Werner, Gelegenheit, Rückblick auf das abgelaufene Jahr zu halten.

Mit den drei thematischen Blöcken „Gemeinsames Feiern“, „Gemeinde im Wandel“ und „Gemeinde in Bewegung“ steckte er den Rahmen der Arbeit in der Kirchengemeinde ab.

Hauptthema des gemeinsamen Feierns war unbestritten die 30jährige Partnerschaft zur Slumgemeinde Kariobangi bei Nairobi, wodurch das Kirchweihfest 2012 hauptsächlich bestimmt war. Der Besuch des dortigen Seelsorgers, Pater Paulino Mondo in vielen Einrichtungen der Gemeinde und in vielen Familien ließ diese Woche zu einem besonderen Höhepunkt des Jahres werden. Aber nicht nur das große Jubiläum gab Anlass zum Feiern. Mit der Verleihung der Verdienstmedaille an Martha Nagel beim Dankeschönabend im Januar und an Albert Brenner beim Kirchweihfest wurde der Blick nach innen auf eher unauffällige Gemeindemitglieder gerichtet, die im Stillen und nach eigener Aussage gerne ihre Dienste zur Verfügung stellen. Mit Vorträgen von Pater Raphael Vezhaparambil und Pater Paulino Mondo ging der Blick hinaus in die weite Welt des Christentums in anderen Kontinenten. Eine besondere Freude bedeutete die Verleihung des Ehrenamtspreises der CDU an die Missionsgruppe. Durch diese Würdigung einer innerkirchlichen Gruppe durch die Politik wird die Bedeutung erkennbar, die der Arbeit in den Kirchengemeinden im kommunalen Wertegefüge beikommt.

Auch musikalisch gab es Anlass zu feiern. Seien es Konzerte eines Gehörlosenchors oder des bekannten Laienchors „Joy of Gospel“, seien es Jubiläen, wie das 20jährige der Sängergruppe „musica é“ oder das 185jährige des Kirchenchors mit Verleihung der Zelter-Plakette, seien es Ehrungen für langjähriges Wirken, wie die für den Organisten Rudolf Heller für über 65 Jahre Orgelspiel im Dienste der Kirchenmusik bei der Cäcilienfeier, immer besteht ein freudiger Anlass, auf den hohen Stellenwert der Kirchenmusik im Oberkochener Kulturleben aufmerksam zu machen.

Der Themenkreis „Gemeinde im Wandel“ fängt bei Personalwechseln in den verschiedenen Einrichtungen an und hört mit den – teils länger andauernden - Besuchen ausländischer Gäste noch nicht auf. Große öffentliche Bedeutung hatte sicherlich der Wegzug der Familie Bellmann, wodurch sowohl bei der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe als auch beim „Café Zuversicht“ neue Leitungspersönlichkeiten gefunden werden mussten. Auch die Versetzung von Pater Raphael, die recht unerwartet kam, blieb sicher nicht unbemerkt. Aber es gibt auch „Konstanten“ in der Kirchengemeinde. So konnte Frau Edeltraut Kieninger für weitere sechs Jahre als Kirchenpflegerin gewonnen werden. Gottesdienstbesucher bzw. Gastpfarrer aus aller Welt, sei es Osteuropa, Asien, Afrika oder auch Südamerika werden in der Öffentlichkeit weniger bemerkt, stellen aber immer eine Bereicherung dar und geben der universellen Ausrichtung der katholischen Kirche Ausdruck.

Bei „Gemeinde in Bewegung“ fallen zunächst einige Wallfahrten auf, wie die Romwallfahrt der Seelsorgeeinheit oder auch kleine Wallfahrten nach Unterkochen oder Maria Eich, bei denen sich Gemeindemitglieder örtlich wegbewegen und am Wallfahrtsort von neuen Eindrücken bewegen lassen. Aber auch Zeltlager von Jugendlichen und neue Aufbrüche in der Gemeinde wie der Glaubenskurs von Pfarrer Macho, die Gruppe „Mia Via“, die sich um Jugendliche zwischen Erstkommunion und Firmung annimmt, sowie andere „Bewegungen“, die insbesondere die Arbeit mit Jugendlichen und Ministranten betreffen, gehören dazu.

Die normale Gemeindearbeit, ohne die die besonderen Ereignisse, auf die bisher eingegangen wurde, nicht möglich sind, darf natürlich beim Jahresrückblick nicht fehlen. Einen gewichtigen Anteil daran nimmt der Kindergarten St. Michael ein, der einschließlich der Krippengruppe sehr gut angenommen und besucht wird. Auch das Angebot an Mittagessen für die Kleinsten wird gut angenommen. Darüber hinaus ist die Elternschaft engagiert und bringt sich tatkräftig und mit vielen Ideen zur Unterstützung der Arbeit der Erzieherinnen ein. Der Kindergarten beschäftigt den Kirchengemeinderat jedoch nicht nur, wenn gebaut werden muss – demnächst ist eine grundlegende Renovierung der Außenanlage erforderlich -, sondern auch grundsätzlich bei verwaltungstechnischen Fragen und der eigentlichen Sinnfrage, wie der Kindergarten in das Gemeindeleben integriert werden und wie er mit der Kirchengemeinde wechselwirken kann.

Ein Thema, das seit einiger Zeit auf dem Tisch liegt und das langsam Gestalt gewinnt, ist eine Kirchenstiftung. Mit den Erträgen einer Stiftung sollen neue Aufgabenfelder angegangen und unabhängig von den jährlich und konjunkturell schwankenden Steuererträgen gesichert werden oder auch besonders wichtige Themenarbeit abgesichert werden. Eine Stiftung soll und kann nicht den laufenden Betrieb finanzieren. Mit den sich daraus ergebenden Fragestellungen beschäftigt sich ein ad-hoc-Ausschuss des Kirchengemeinderats. Im kommenden Jahr soll zu gegebener Zeit eine eingehende Information der Gemeinde erfolgen.

Mit einigen statistischen Details, die nachfolgend veröffentlicht werden, und dem Dank an alle haupt-, neben- und ehrenamtlich für die Kirchengemeinde St. Peter und Paul Tätigen kam Werner zum Abschluss und stellte seinen „Traum“ von einer Gemeinde in der jeder seinen Platz findet, in der sich jeder nach seinen Möglichkeiten einbringt und die in christlicher Nächstenliebe von Toleranz, Respekt und Offenheit für Altes und Neues geprägt ist, unter den Segen Gottes für das Neue Jahr.

Josef Distl

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul

 

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Katholiken

3767

3694 

3611

3553

3472

3448

Taufen

29

28

28

25

24

17

Beerdigungen

45

51

55

48

49

39

Trauungen

12

11

7

12

6

12

       davon auswärts

8

2

2

7

2

1

Erstkommunionkinder

37

37

24

32

26

35

Firmlinge

54

 

60

 

57

 

Kirchenaustritte

18

14

14

20

23

11

Neu-/Wiederaufnahmen

1

 

1

 

 

 

Kirchenbesucher

363

429

344

322

309

336

       in %

10

11,6

9,5

9,1

8,9

9,7

Kollekten, gesamt [€]

45 286

38 911

42 042

42107

36 950*

42 302*

Sternsinger [€]

12 880

14 204

14 168

12 364

12 113

9 468

nach Kariobangi [€]

22 000

16 600

15 700

14 000

10 000

10 000

Verbl. Kirchenpflege [€]

15 966

14 442

15 738

13 801

12 234

13 868

* inklusive Adveniat

 

 

Jahresbericht des 2. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats zum Jahreswechsel 2011/2012

Am Silvesterabend hielt der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Peter und Paul, Konrad Werner, im Jahresabschlussgottesdienst Rückblick auf das abgelaufene Jahr.

Er erinnerte an drei entscheidende Themen, die den Kirchengemeinderat beschäftigt haben und die Auswirkungen auf die Kirchengemeinde haben – die Fertigstellung des Kindergartens St. Michael, der grundlegend saniert und mit einer Krippengruppe erweitert worden war, den „Umzug“ des Kirchweihfestes ins Rupert-Mayer-Haus und ungeplante Baumaßnahmen.

Der Betrieb im Kindergarten St. Michael war ja bereits zum Jahresbeginn aufgenommen worden, trotzdem ziehen sich solche Baumaßnahmen länger hin, da einige Fehler oder Mängel erst im laufenden Betrieb auftreten bzw. erkennbar werden. Die Auslastung der Gruppen ist wie bisher gut, trotzdem muss, damit das so bleibt, für den Kindergarten geworben werden, er sollte im positiven Sinn „im Gespräch bleiben“. Die Umsetzung des Rottenburger Kindergartenplans, der in den katholischen Einrichtungen den Orientierungsplan des Landes aufgreift, resultiert nicht nur in neuen Erziehungsrichtlinien, sondern verändert auch die Leitungsstrukturen, vor allem verwaltungstechnisch und forciert die bisher schon geforderte Integration der Einrichtung ins Gemeindeleben.

Der „Umzug“ des Kirchweihfestes ins Rupert-Mayer-Haus, der durch die veränderte Situation bei der Bewirtung ausgelöst worden war, hat sich bewährt. Das Kirchweihfest ist auch im Gemeindezentrum durchführbar. Die Vorbereitung, Verpflegung und Durchführung bleibt – einem so großen Fest entsprechend – aufwändig, aber die Stimmung beim Fest, die natürlich hauptsächlich von den vielen Besuchern, die mit ihrer Gemeinde feiern wollen, getragen wird, war sehr gut und bestärkte die Organisatoren in ihrer Einschätzung, dass ein richtiger Weg eingeschlagen wurde. Als ein Highlight des Festes erwähnte Werner die Verleihung der Verdienstmedaille von St. Peter + Paul an Frau Barbara Adolf. Im Vorgriff auf das neue Jahr erwähnte Werner, dass das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft zu der Slumgemeinde Kariobangi in Nairobi ansteht und natürlich beim Kirchweihfest 2012 einen Schwerpunkt setzen wird.

Die ungeplanten Baumaßnahmen wecken positive und negative Assoziationen. Ein Wohnungsbrand zu Anfang des Jahres ist ein Schlag, aufregender ist jedoch die Regulierung und Wiederherstellung, da die Regulierung mit der Versicherung aufwändig und die Koordination der Handwerker in Zeiten der Hochkonjunktur am Bau unsicher und mit Zeitverzögerungen verbunden ist. Trotzdem konnte die Mieterin zum Ende des Jahres die Wohnung endlich wieder beziehen und Werner dankte besonders   Kirchenpflegerin Edeltraut Kieninger und Willy Schönherr als Koordinator der Bauarbeiten für ihre Leistung.

Ein positiver Aspekt, der auch zu einer Baumaßnahme führte, ist die Entsendung eines Vikars nach Oberkochen. Die zwei Zimmer im ehemaligen Schwesternhaus neben dem Pfarrhaus, die längere Zeit von der Sozialstation Aalen als Stützpunkt genutzt worden waren, wurden zu einer Wohnung für den Vikar umgebaut. Pater Raphael ist jetzt seit einigen Monaten in seinen Dienst eingeführt und Werner drückte die Hoffnung aus, dass er sich in Oberkochen wohlfühlen möge.

Eingehend auf das reichhaltige Gemeindeleben in St. Peter + Paul erwähnte Werner besonders die Erstkommunion mit 26 Kindern, die Firmung mit Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, der 57 Jugendlichen das Sakrament des Hl. Geistes spendete und drei Weihnachtsgottesdienste, die alle von Gruppierungen der Gemeinde musikalisch gestaltet wurden. Vor allem die Tatsache, dass neben dem Kath. Kirchenchor mit dem Musikverein Stadtkapelle und dem Sängerbund auch nichtkirchliche Vereine solche Aufgaben gerne übernehmen, zeuge von der Integration der Kirchengemeinde in das öffentliche Leben Oberkochens.

Aber nicht nur zu den weltlichen Organisationen, sondern auch zur evangelischen Schwestergemeinde besteht ein inniges Verhältnis. Werner erinnerte in diesem Zusammenhang an die gemeinsame Sitzung der beiden Kirchengemeinderäte in der Kolpinghütte, an ökumenische Veranstaltungen wie Bibelwoche, Weltgebetstag der Frauen und der Kinder und Tag der Schöpfung, die alle einen festen Platz im Jahresablauf der Oberkochener Kirchengemeinden haben. Auch das Café Zuversicht und die Traineeausbildung, deren zweite Phase gerade läuft, dokumentieren dies. So war es für die Katholische Kirchengemeinde ebenso ein großer Einschnitt und eine unangenehme Überraschung, als das Pfarrer-Ehepaar Nuding seinen Abschied aus Oberkochen bekannt gab. Bei der Abschiedsfeier selbst war die Katholische Kirchengemeinde sowohl mit einem Erinnerungsgeschenk als auch bei der Gestaltung der Feier selbstverständlich mit dabei und Werner drückte seinen Wunsch an die Evangelische Kirchengemeinde aus, dass die Vakanz bald beendet sein möge.

Die kirchliche Statistik hielt Werner kurz und verwies für die genauen Zahlen auf die kommende Veröffentlichung in den Kirchlichen Mitteilungen. In Summe setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort, die von einem stetigen leichten Rückgang der Zahl der Gemeindemitglieder und einem Überhang der Beerdigungen gegenüber den Taufen gekennzeichnet ist. Trotzdem oder gerade deshalb werde sich das Gemeindeleben künftig auch ändern müssen. Vieles kann mangels Kapazität nicht im bisherigen Stil aufrechterhalten werden, Neues wird aber entstehen und der Kirchengemeinderat hat sich in einer Klausur bereits zum Beginn des Jahres vorgenommen, diesen Wandlungsprozess zu begleiten. Im Vergleich mit einer bunten Blumenwiese forderte Werner die Gläubigen dazu auf, ihren jeweiligen Teil zur Farbigkeit der Gemeinde beizutragen.

Zum Schluss bleibt der Dank, den Werner ganz besonders an Pfarrer Andreas Macho, Monsignore Paul Fischer und Pater Raphael richtete, die umsichtig und engagiert ihre seelsorgerische Aufgabe wahrnehmen und sich um die Belange der Gemeinde kümmern. Der Pfarramtssekretärin, Frau Rosemarie Gold, und der Kirchenpflegerin, Frau Edeltraut Kieninger, die nicht nur das Tagesgeschäft sehr gut erledigen, sondern auf die vielen unerwarteten und nicht einzuplanenden Ereignisse eingehend, rief Werner ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott zu. Am Schluss dieser unvollständigen Liste galt Werners Danksagung all denjenigen, die sich in der Kirchengemeinde, sichtbar oder im Verborgenen, einbringen und nur so die Möglichkeiten schaffen, dass ein Gemeindeleben gelingt. In diesem Sinne wünschte Werner der Gemeinde ein gesegnetes, gutes Neues Jahr.

Josef Distl

 

Kirchliche Statistik St. Peter und Paul 2011

 

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Katholiken

3 840

3 767

3 694 

3 611

3 553

3 472

Taufen

36

29

28

28

25

24

Beerdigungen

44

45

51

55

48

49

Trauungen

9

12

11

7

12

6

       davon auswärts

4

8

2

2

7

2

Erstkommunionkinder

48

37

37

24

32

26

Firmlinge

 

54

 

60

 

57

Kirchenaustritte

13

18

14

14

20

23

Neu-/Wiederaufnahmen

2

1

 

1

 

 

Kirchenbesucher

456

363

429

344

322

309

in %

12

10

11,6

9,5

9,1

8,9

Kollekten, gesamt [€]

43 179

45 286

38 911

42 042

42107

36 950*

Sternsinger [€]

13 227

12 880

14 204

14 168

12 364

12 045

nach Kariobangi [€]

15 000

22 000

16 600

15 700

14 000

10 000

Verbl. Kirchenpflege [€]

14 233

15 966

14 442

15 738

13 801

12 234

* inklusive Adveniat

Bericht des Kirchengemeinderats zum Jahreswechsel 2010/2011

Liebe Gemeinde!

Silvester ist für die meisten unter uns ein Tag, an dem wir innehalten, zurückblicken und erwartungsvoll nach vorne schauen. In diesen Zusammenhang möchte ich auch diesen Bericht stellen.

Ich lade Sie ein, innezuhalten und zurückzuschauen – was fällt Ihnen so alles ein?

Die ersten Dinge, dir mir in den Sinn kommen, sind neben familiären Ereignissen Weltthemen, wie Umweltkatastrophen, wie Erdbeben oder Überschwemmungen, die Rettung der 30 Bergleute in Chile, der sehnlichst erwartete und überraschend steile Wirtschaftsaufschwung, die Ohnmacht und enttäuschte Erwartungen der Bürger gegenüber politischen Entscheidungen, wie z. B. die Stuttgart 21 oder dem verschobenen Atomausstieg

und es sind Themen aus unserer Gemeinde, wie Um- und Ausbau des Kindergartens, wer macht was im neuen Kirchengemeinderat.

Ein herausragendes Ereignis im vergangenen Jahr war die Wahl des Kirchengemeinderats am 17. März. Bei einer ordentlichen Wahlbeteiligung gaben Sie durch Ihre Stimme den 14 Mitgliedern Ihr Vertrauen. Halten Sie auch weiterhin Kontakt zu uns Räten, geben Sie Anregungen, diskutieren Sie mit uns anstehende Entscheidungen, seien Sie bitte aber auch geduldig bei Ideen, die - für sich allein betrachtet - schneller entschieden und umgesetzt sein könnten, und seien Sie nachsichtig und verständig für die immer mehrheitlich getroffenen Entscheidungen.

Ich danke bei dieser Gelegenheit nochmals allen Kandidaten für ihre Kandidatur und freue mich, dass sich auch die Nichtgewählten weiterhin aktiv am Gemeindeleben beteiligen.

Ein großer Dank gebührt den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr Engagement und dem bisherigen 2. Vorsitzenden Paul Trittler, der ein wohlbestelltes Feld hinterlässt.

Die Arbeit des alten und neuen Gremiums wurde im Jahr 2010 vom Um- und Ausbau des Kindergartens geprägt. Doch dazu später mehr.

Man darf feststellen, dass es gelungen ist, den Spagat zwischen drängenden Bauaufgaben und den laufend anfallenden Aufgaben für ein aktives Gemeindeleben zu schaffen.

Erinnern Sie sich noch an den Dankeschönabend für alle hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer, an das verregnete Fronleichnamsfest mit dem dennoch gemütlichen Gemeindenachmittag im Christian-Hornberger-Saal, an das herausragende Konzert unseres Kirchenchors zu Beginn des Jahres, das bei einer Reise nach Montebelluna noch zweimal aufgeführt wurde, an ein gut besuchtes Kirchweihfest, an das 50-jährige Jubiläum der Caritaskonferenz oder an die kirchlichen Hochfeste Ostern, Pfingsten, Patrozinium und Weihnachten?

2010 tat sich auch viel Neues:

Initiiert von Pfr. Macho fanden drei Wallfahrten statt, eine Gemeindewallfahrt zum Hohenrechberg, eine Wallfahrt der Seelsorgeeinheit zur Kapelle Maria Eich und eine weitere nach Südtirol. Der Freundeskreis Kongo wurde gegründet und erhielt bereits Besuch vom neu ernannten Bischof Daniel Nlandu Mayi aus Matadi. Oberkochen war eine seiner ersten Auslandsstationen! Dies ehrt uns und zeigt, wie wichtig unsere Unterstützung für die Menschen dort ist. Wir wünschen dem Freundeskreis einen breiten Rückhalt in der Gemeinde und ein segensreiches Wirken zur Unterstützung der Bedürftigen in der Heimatdiözese unseres ehemaligen Pfarrers Jean Lukombo Makwende.

In Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde geht das Trainee-Programm für interessierte Jugendliche in eine zweite Runde. In einem einjährigen Ausbildungsprogramm erhalten die Jugendlichen eine Grundausbildung zum Gruppenleiter, einen Rot-Kreuz-Kurs, eine Einführung in die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Jugendarbeit und sie lernen an einem Gemeindeprojekt, was alles von der Idee bis zur Umsetzung zu beachten ist.

Dies ist eine große Chance, engagierten Jugendlichen vor Ort eine gute Grundausbildung zu ermöglichen und Freundschaften mit Gleichgesinnten zu bilden. Ein herzliches Dankeschön sei hier an Pfarrer Bellmann, den Initiator, und sein Team gesagt. Begleitet wird das Trainee-Programm federführend von Claudia Jaumann, sowie unterstützend von Monika Geising und Manuela Mangold.

Eine weitere Chance in der Jugendarbeit bietet sich durch ein Projekt von Patrizia Hausmann, das sie mit Gleichgesinnten startete. Unterstützt wird die Projektgruppe auch durch die Kolpingsfamilie, namentlich durch Herrn Anton Balle. Bitte begleiten Sie solche Initiativen dort, wo möglich durch Ihre Mitarbeit, durch Interesse und mit Ihrem Gebet.

Doch zurück zu unserem größten Projekt, dem Um- und Ausbau des Kindergartens, der nicht nur den Kirchengemeinderat mit vielen Aufgaben gefordert hat, sondern der auch unser Gemeindeleben massiv beeinflusste.

Im Lauf des abgelaufenen Jahres musste der Kirchengemeinderat Ausschreibungen bewerten, Bauvergaben beschließen, Farben und Materialien festlegen, Baumaßnahmen abnehmen, die Beiträge für die neue U3-Gruppe festsetzen und neu geschaffene Stellen besetzen.

All dies bestimmte einen Großteil der Tagesordnung unserer monatlichen Sitzungen, erforderte zusätzlich viele kurzfristig einberufene Sitzungen des Bauausschusses und manchen sehr kurzfristigen Besuch unserer Bauexperten während der Arbeitszeit oder auch nach Feierabend und am Wochenende.

Unser Dank gilt dem Engagement von Willy Schönherr, Rudolf Trittler, Petrus Uhl, Hans-Peter Wolf und Kerstin Minder. Keiner von uns hatte immer Zeit, aber mindestens einer war immer dann zur Stelle, wenn es notwendig war.

Um dem Kindergarten mit dem Rupert-Mayer-Haus ein Ausweichquartier anbieten zu können, mussten Lagerräume gefunden und alle Veranstaltungen verlegt werden. Wir danken hier den betroffenen Gruppen für ihr Verständnis und vor allem der evangelischen Gemeinde für die Bereitschaft, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Hier war Hans-Peter Wolf die treibende Kraft.

Durch die Nutzung des Christian-Hornberger-Saals ergaben sich neue und bereichernde Kontakte. Dies war zum Beispiel beim Gemeindenachmittag an Fronleichnam zu erleben und zeigte sich auch beim Auftritt unseres Kirchenchors in der evangelischen Kirche am zweiten Advent.

Das Edith-Stein-Haus konnte sich als Veranstaltungsort profilieren. Es wird zukünftig sicherlich stärker als in der Vergangenheit ins Gemeindeleben einbezogen.

Bei einem Umbau fallen immer Dreck, Staub, Lärm und verschiedene Beeinträchtigungen an. Jeder unter uns, der schon einmal einen Umbau in seinem Haus oder in seiner Wohnung durchgeführt hat, kann erahnen, was die Familie Rafalski in den letzten Monaten auszuhalten hatte. Die Familie Rafalski hat sich kaum beklagt, mit Geduld auf Reparaturen gewartet oder die baulichen Anpassungen zum Teil sogar in Eigenregie durchgeführt. Der Familie Rafalski sei dafür ein herzliches und hochachtungsvolles Dankeschön und Vergelt‘s Gott gesagt.

Auch dem Kindergartenteam möchten wir an dieser Stelle danken. Es hat unter erschwerten Umständen einen reibungslosen Ablauf sichergestellt und den Kindern ein gutes Zuhause geboten.

Am 10. Januar wird der Betrieb des Kindergartens St. Michael in den neu gestalteten Räumen, mit einer neuen Gruppe, den unter-3-Jährigen, und mit einem erweiterten Erziehungsteam aufgenommen.

Am 18. Februar soll der Kindergarten eingeweiht werden, am darauffolgenden Sonntag, dem 20. Februar wird dann ein Tag der offenen Tür abgehalten. Schon heute laden wir Sie herzlich dazu ein – lernen Sie unsere Mitarbeiter und die neu gestaltete Einrichtung kennen.

Anstehende Aufgaben rund um den Kindergarten und das Rupert-Mayer-Haus werden noch die Gestaltung der Außenanlagen des Kindergartens, schon lange anstehende Renovierungen des Saals, der Küche und des Krabbelgruppenraums sein.

Es wären sicherlich noch manche sozialen Dienste, Feste oder Veranstaltungen einer Erwähnung wert. Sie alle zeigen von einem reichhaltigen Gemeindeleben, von engagierten Helfern und Kümmerern in unserer Gemeinde. Wir alle nehmen viel zu viel als selbstverständlich wahr und wundern uns erst dann, wenn liebgewordene Dinge hinterfragt werden oder nicht mehr angeboten werden können. Wir danken allen Helfern, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, für ihren hilfreichen Beitrag von A wie Abwaschen oder Aufräumen bis Z wie Zuschließen oder Zusammenarbeiten.

Ein ganz besonderer Dank am Ende dieses Rückblicks gilt Pfarrer Andreas Macho und Monsignore Paul Fischer, die umsichtig und engagiert ihre seelsorgerische Aufgabe wahrnehmen und sich um die Belange der Gemeinde kümmern.

Unermüdlich und weit über dem normalen Engagement bearbeiten Frau Gold und Frau Kieninger das Tagesgeschäft und gehen auf die vielen unerwarteten und nicht einzuplanenden Ereignisse ein. Auch Ihnen ein herzliches Dankeschön und Vergelt’s Gott.

Eine große Hilfe waren uns im abgelaufenen Jahr auch zwei Mitarbeiterinnen aus dem Katholischen Verwaltungszentrum in Aalen, Frau Fröhlich für Verwaltungsaufgaben rund um den Kindergarten und Frau Manteufel bei haushaltstechnischen Belangen.

Liebe Gemeinde, diese Liste könnte beliebig fortgeführt werden und wäre doch nie vollständig. Sollte ich jemand nicht gebührend erwähnt haben, bitte ich dafür um Entschuldigung.

Der Schluss dieser Danksagung gilt den Mitgliedern des Kirchengemeinderats. Offenheit und gegenseitiges Vertrauen prägten unsere Treffen. Ein jeder bringt sich, seine Interessen und seine Fähigkeiten ein und unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dafür gilt unser Dank den Kirchengemeinderäten Matthias Balle, Michaela Brunnhuber, Josef Distl, Monika Geising, Johannes Gutknecht, Claudia Jaumann, Ingrid Lücke, Manuela Mangold, Willy Schönherr, Rudolf Trittler, Petrus Uhl, Hilde Weber und Hans-Peter Wolf.

Liebe Gemeinde, Sie sind es gewohnt, dass in diesem Bericht statistische Daten aufgeführt werden. Ich werde mich dazu kurz fassen und bitte Sie, die entsprechenden Zahlen in den nächsten Veröffentlichungen nachzulesen.

Stand heute haben wir 3553 Katholiken, im abgelaufenen Jahr gab es 25 Taufen und 48 Beerdigungen. 32 Kinder empfingen die erste heilige Kommunion. 20 Mitbürger sind aus der Kirche ausgetreten. Der Gottesdienstbesuch lag an den beiden Zählsonntagen knapp unter 10%.

Das Spendenaufkommen ist mit 56 760 € wieder in einer beachtlichen Größenordnung. Dies zeigt, dass Sie alle Ihren Blick und Ihr Mitgefühl auch auf die Eine-Welt und die Nöte der Menschen richten. Danke!

Anstatt eines durchgängigen Vergleichs der aktuellen Zahlen zum Vorjahr möchte ich heute einen anderen Vergleich anstellen:

1992 hatten wir rund 4537 Katholiken in Oberkochen, heute sind es - Sie haben es eben gehört - 3553, das sind beinahe 1000 Mitbürger oder nicht ganz 25% weniger!

Die zurückgehende Katholikenzahl und ein steigender Altersquerschnitt einerseits sowie steigende soziale Herausforderungen, eine sich rapide verändernde Gesellschaft und steigende Erwartungen sind eine der größten Herausforderung für die Zukunft, der wir uns gemeinsam stellen müssen.

Blicken wir am Jahreswechsel nach vorne, dann werden uns bauliche Themen weiterhin begleiten und die Feste im Jahreskreislauf wollen vorbereitet und gefeiert sein.

Der Kirchengemeinderat wird im Februar bei einer Klausurtagung die Gelegenheit nutzen, die Situation der Gemeinde anzuschauen, Bedürfnisse und mögliche Aktivitäten auszuloten und will sich an den beiden Tagen noch besser kennenlernen.

Eingangs erwähnte ich enttäuschte Erwartungen – Erwartungen, die im Wahlkampf geschürt wurden, die mit neuen Personen verbunden werden und die sich dann im täglichen Leben unter den gegebenen Randbedingungen doch nicht umsetzen lassen. Wir vom neuen Kirchengemeinderat haben wie Sie eigene Hoffnungen, wir spüren erwartungsvolle Blicke, hören Fragen und wollen weder enttäuschen noch enttäuscht werden. Enttäuschungen lassen sich nie vollständig vermeiden, in einem offenen, gemeinsamen und vertrauensvollen Miteinander aber sehr gering halten.

Ich habe in diesem Bericht Neues erwähnt, wir freuen uns über weitere Anregungen aus der Gemeinde zu Jugend- oder Familienarbeit, zu Trauerbegleitung, zum Kirchweihfest oder zur Ökumene. Wir brauchen Ihre Ideen und Anregungen, wir brauchen aber auch Teams, die bereit sind, diese Themen anzugehen und umzusetzen. Wir 14 Kirchengemeinderäte sind zu wenige, um alles selber zu machen. Es ist aber unsere Aufgabe, zu hinterfragen, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen oder für Unterstützung zu sorgen.

In der Werbung heißt es „gemeinsam sind wir stark“, Paulus spricht von „einem Leib mit vielen Gliedern“. Wir haben - wie schon erwähnt - ein reichhaltiges Gemeindeleben, viele helfenden Hände. Wir müssen und wollen uns den Herausforderungen stellen, aber wir alle dürfen uns nicht überfordern.

Wir können die uns gestellten Aufgaben nur gemeinsam meistern und erbitten dazu Gottes Segen sowie ein offenes Ohr und ein weit geöffnetes Auge, um seine Zeichen wahrzunehmen.

Lassen Sie mich mit einem Segensspruch unbekannten Ursprungs enden:

Gott segne Dich,

dass Du dem Morgen mit froher Erwartung entgegen siehst!

Dass Dir aus dem, was Dir bisher an Schönem gelungen ist,

Freude und Kraft für die Zukunft erwächst,

und dass sich in dem, was dir geschenkt wird, deine Sehnsucht erfüllt!

Konrad Werner, 2. Vorsitzender

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Katholiken

3931

3840

3767

3694 

3611

3553

Taufen

23

36

29

28

33

25

Beerdigungen

44

44

45

51

55

48

Trauungen

9

9

12

11

7

12

       davon auswärts

5

4

8

2

2

7

Erstkommunionkinder

40

48

37

37

24

32

Firmlinge

84

 

54

 

60

 

Kirchenaustritte

13

13

18

14

14

20

Neu-/Wiederaufnahmen

 

2

1

 

1

 

Kirchenbesucher

513

456

363

429

344

322

       in %

13

12

10

11,6

9,5

9,1

Kollekten, gesamt [€]

47 223.-

43 179.-

45 286.-

38 911.-

42 042.-

42 107.-

Sternsinger [€]

14 055.-

13 227.-

12 880.-

14 204.-

14 168.-

12 364.-

nach Kariobangi [€]

13 000.-

15 000.-

22 000.-

16 600.-

15 700.-

14 000.-

Verbl. Kirchenpflege [€]

14 964.-

14 233.-

15 966.-

14 442.-

15 738.-

13 801.-

 

Seitenanfang