Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oberkochen

 

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Besuch von Pater Filipe aus Kariobangi am 6./7. September 2014

Am vergangenen Wochenende nutzte Pfarrer Filipe die Gelegenheit, vor einer Tagung in Rom, uns, die Partnergemeinde von Kariobangi, zu besuchen und kennen zu lernen. Um es vorweg zu nehmen: Der Besuch war für Pfarrer Filipe rundum gelungen. Für uns alle stehen jetzt hinter der Partnerschaft Menschen mit einem Gesicht und damit auch persönliche Erfahrungen sowie aufkeimende persönliche Bindungen.

Wir konnten in Pfarrer Filipe einen sehr sympathischen, herzlichen und aufgeschlossenen Priester kennen lernen, der sich in Kariobangi schon gut eingelebt hat und der uns seine Erfahrungen und seine Pläne im Rahmen eines Dia-Vortrags verdeutlicht hat. Wir konnten ihm in Gesprächsrunden bei Essen, bei einem Rundgang oder auch am Gemeindeabend unsere Gruppen, unsere Arbeitsweise und unser Engagement für Kariobangi zeigen. Ein Konzertbesuch in der Abteikirche Neresheim rundete ein unvergessliches Wochenende ab.

Pfarrer Filipe betonte mehrfach, wie gut es ihm bei uns gefallen hat, und wie wichtig es ihm war, uns zu besuchen, und dass er auch uns ganz herzlich zu einem Besuch in Kariobangi einlädt.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die im Vorfeld den Besuch planten und die durch ihr Engagement diesen Besuch mit dem vielseitigen Angebot ermöglichten.

Pfr. Macho und K. Werner

Das am Samstagabend gespendete Geld in Höhe von 400 € werden wir an Pfarrer Filipe mit lieben Grüßen aus Oberkochen weitergeben! Allen Spendern sei ein herzliches Vergelt’s Gott gesagt!

 

 

 

Grüße von Bruder Hans Eigner

Bruder Hans schreibt in seiner e-mail vom 6. März 2014 an unsere Kirchengemeinde, dass er gut im Südsudan angekommen ist und sich langsam an die extreme Hitze und die rauen Umstände, die die Unruhen im Land verursacht haben und noch verursachen, gewöhnt.

Vor seiner Weiterreise in den Südsudan war Bruder Hans in Kariobangi. Er schreibt, dass sein Besuch sehr schön war. Die Partnerschaft sei gut verankert in der Pfarrei und vieles laufe wie gewohnt. Äußerlich gäbe es eine Reihe von Verbesserungen, aber hinter den Kulissen sei die Armut immer noch groß. Kariobangi bleibe der Zufluchtsort vieler armer Menschen und wer es sich leisten könne, der suche eine bessere Gegend. Besondere Grüße schickt Bruder Hans an die vielen Freunde und Freundinnen in unserer Stadt.

Seine Anschrift ist: Br. Hans Eigner, Comboni-Missionaries Juba, Hai Amarat, P.O. Box 148, Juba (South Sudan); e-mail:hans.eigner@comboni.de

Für unsere Pfarrei hat Bruder Hans einen Bericht über Kariobangi zusammengestellt, der am Schriftenstand in der Kirche ausgelegt ist. Gerne können Sie ein Exemplar mitnehmen.

 

Nachricht aus Kariobangi vom Mai 2013

Pater Paulino ist auf dem Weg zu einer neuen Mission

Liebe Freunde,

Friede und Grüße aus Kariobangi. Die Tage des Abschieds kommen näher und ich bin bereit für die neue Mission in Uganda. Die Situation rund um Mbuya ist ähnlich wie die in den Slums von Kariobangi. Das HIV/AIDS und Armutslevel sind gleicher-maßen erschreckend. Deswegen haben die Comboni Missionare mich für diesen Platz ausgesucht. Vielleicht werde ich auf Dauer ein wenig Veränderungen einbringen.

Erlauben Sie mir, Ihnen und der ganzen Pfarrei von Oberkochen und all den Comboni-Missionaren in der Deutschsprachigen Provinz ganz herzlichen Dank zu sagen für die Unterstützung, die Sie uns gegeben haben, während ich in Kariobangi gearbeitet habe.

Mein Besuch im Oktober 2012 in Deutschland was sehr bereichernd und besonders die spezielle Einladung in Ihre Familien. Ich habe keine Worte – ich kann nur beten, dass Gott Ihnen Frieden und ein langes Leben gibt. Ich möchte auch Pfarrer Andreas ganz besonders danken. Er behandelte mich immer als seinen Bruder und das ermutigte mich.

Ich möchte der Missionsgruppe und all den anderen danken für das, was sie getan haben, das Evangelium nach Kariobangi und Afrika zu bringen.

Pater Santiago Calvo Jimenez (Comboni-Missionar aus Spanien) wird der neue Priester der Pfarrei Kariobangi sein. Er hat schon gute Erfahrungen gesammelt in den zwei Jahren, die wir nun zusammen arbeiten.

Danke für das Partnerschaftsgebet zwischen Kariobangi und Oberkochen. Wir haben am 14.5.2013 begonnen, das Gebet zu beten. Damit sind wir immer im Gebet verbunden.

Meine missionarischen und brüderlichen Grüße an Euch alle,

Ihr Father Paulino Mondo

Weihnachtsgrüße aus Kariobangi 2012

Pater Paulino sendet herzliche Weihnachtsgrüße aus Kariobangi. Er schreibt, dass er die Spenden aus Oberkochen, für die er sich ganz herzlich bedankt, bekommen hat und dass er damit die Kinder von den Slums von Kariobangi, St. Martin und Korogocho, unterstützt. Die Kinder vom Watoto Wetu Centre haben nette Briefe geschrieben und Bilder gemalt. Diese werden über Weihnachten an einer Schautafel in der  Kirche ausgestellt.

Viele Grüße aus Kariobangi  (November 2012)

Ja, ich hatte eine wirklich gute Zeit in Deutschland und auch in Rom. Nun bin ich wieder zurück in Nairobi. In Rom hatte ich viel Arbeit und nun habe ich alles nachzuholen in der Pfarrei. Ich habe der ganzen Pfarrei über den Besuch berichtet und jedermann war glücklich. Ich habe auch die Zeitung von Oberkochen gezeigt mit dem Bild aus Kariobangi. Alle waren sehr erstaunt darüber. Ich kann sagen, dass alle Menschen in Deutschland, besonders aber in Oberkochen, sehr freundlich zu mir waren, wofür ich Gott lobe.

Viele Grüße an Pfarrer Andreas Macho, an die Frauengruppe, der Caritaskonferenz, die Missionsgruppe, an die Kinder im Kindergarten St. Michael, in den Schulen und an jedermann in Oberkochen und auch Dank für die unermüdliche Arbeit an Bruder Hans Eigner. Vielen herzlichen Dank für alles und Gottes Segen,

Father Paulino Mondo, Holy Trinity Kariobangi

Herzliche Grüße von Pater Mario!

Vor Kurzem verbrachte Pater Mario, den wir alle aus Kariobangi kennen, einen Heimaturlaub in Italien, um seinen 103jährigen Vater, der einen Schlaganfall erlitten hatte, zu besuchen. Sowohl schriftlich als auch telefonisch hat Pater Mario seine allerherzlichsten Grüße an die ganze Kirchengemeinde St. Peter und Paul und an alle seine Freunde übermittelt. Inzwischen ist Pater Mario wieder nach Kenia zurückgekehrt; jedoch ist er seit einiger Zeit nicht mehr direkt in der Gemeinde in Kariobangi tätig, sondern es wurde ihm eine neue Aufgabe übertragen. Er kümmert sich jetzt in einem Priesterseminar um die Studenten; um ca. 40 junge Menschen in ihrer priesterlichen Ausbildung, viele davon sind Waisen. Auch wenn Pater Mario, wie er selbst sagt, den direkten Kontakt mit den Menschen in Kariobangi vermisst, so geht er doch ganz auf in seiner neuen Aufgabe der Ausbildung junger Menschen für das Priesteramt - einer Aufgabe, die sehr zeitaufwändig und auch kostenintensiv sei. Jetzt, da er nicht mehr direkt in Kariobangi ist, schätzt er umso mehr die Arbeit der dortigen Sozialarbeiter für die Menschen im Slum. Pater Mario bedankt sich auch sehr herzlich für die dauernde Unterstützung, die Kariobangi aus Oberkochen erhält und die für die Menschen dort so wichtig sei.

Als Pater Mario von Italien abreiste, verabschiedete sich sein alter Vater von ihm mit den Worten "Sei es so wie es Gott gefällt". Nach diesem Wort will auch Pater Mario in seinen weiteren Aufgaben tätig sein und er grüßt uns alle sehr herzlich und wünscht uns Gottes Segen.

Wir freuen uns immer, wenn wir Nachrichten aus Kariobangi bzw. von den Menschen, die wir dort kennen, erhalten und geben diese gerne an Sie alle weiter!

Ihre MEF-Gruppe

 

 

Weihnachtsgrüße nach Kariobangi

Liebe Freunde in Kariobangi!

Wir grüßen euch ganz herzlich aus Oberkochen und wünschen Gottes Segen und Freude zum bevorstehenden Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2012.

Wir danken für die freundliche Aufnahme unserer Delegation im Sommer diesen Jahres in Kariobangi. Die Erinnerungen daran sind bei uns noch sehr lebendig und in verschiedenen Vortragen mit Bildern haben die Menschen in unserer Pfarrei einen Eindruck vom Leben in Kariobangi bekommen. Wir freuen uns schon auf die Begegnungen anlässlich des 30-jährigen Jubiläums im kommenden Jahr in Oberkochen, wenn ihr uns besuchen kommt.

 

Grüße aus Kariobangi  -  Reisebericht   2011

Vom 26. August bis 5. September war eine Gruppe von St. Peter und Paul in unserer Partnergemeinde Kariobangi in Kenia. Wir dürfen Ihnen alle herzliche Grüße übermitteln – vor allem von Pfarrer Paulino Mondo.

Frau Paula Weis hat über ihre Tätigkeit bei den Combonis in Ellwangen die nötigen Kontakte und konnte so eine Reise organisieren, die viel bewegt hat. Begegnungen von Mensch zu Mensch haben die Verbindung nach Afrika vertieft. Persönliche Erfahrungen bei der Wahrnehmung der Lebensbedingungen in diesem Slum von Nairobi sind nicht leicht weiterzugeben. Trotzdem wollen wir versuchen, die ganze Kirchengemeinde im Rahmen unseres Kirchweihfests erfahren zu lassen, was unsere Partner bewegt, wie sie leben und wie ihr Alltag aussieht. Im Rahmen des Programms am Samstagabend werden durch Bilder und kurze Filme die Probleme, aber auch die frohen und schönen Seiten zur Sprache kommen.

Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse wecken könnten und die Begeisterung für Kariobangi neue Motivation erhält. Denn dann können wir mit neuen Impulsen auf das Jubiläum des kommenden Jahres zugehen: 30 Jahre Partnerschaft Kariobangi und Oberkochen!

Auf unserem Besuch haben wir erfahren dürfen, wie viel Gutes in diesen Jahrzehnten gewachsen ist. Herzliches Vergelt’s Gott allen, die da ihren Beitrag geleistet haben. Das ist uns Bestätigung für all die Anstrengungen und die Spendenbereitschaft in der Vergangenheit, aber wir dürfen so auch zuversichtlich in die Zukunft gehen –  verbunden als Partner über die Grenzen von Kontinenten hinweg.

Am Abschluss unserer Reise sind wir mit der Vorfreude verabschiedet worden, dass nächstes Jahr eine Delegation aus Kariobangi uns besuchen wird. Es wäre schön, wenn so persönliche Kontakte und Freundschaften dieses Miteinander beleben und vielleicht in nicht zu ferner Zukunft wieder einmal von uns eine Gruppe dort einen Gegenbesuch abstatten könnte.

 

   
 

 

 

Freude über Besuch von Pater Mario Porto.

Am 18./19. Juni gab es ein herzliches Wiedersehen mit Pater Mario Porto, der mit unserer Gemeinde seit vielen Jahren verbunden ist. Wir konnten ihn und seinen Mitbruder Hans Eigner aus Ellwangen zu den Gottesdiensten begrüßen. Sowohl in der Predigt, als auch bei der Stunde der Begegnung am Samstagabend im Edith-Stein-Haus, erfuhren wir viel Neues, viel Erfreuliches aber auch Nachdenkliches aus unserer Partnergemeinde Kariobangi.

Auch wenn sich die Lebenssituation der Menschen in unserer Partnergemeinde in den letzten Jahren etwas verbessern konnte, so sind doch weiterhin viele Projekte auf unsere Unterstützung angewiesen: z. B. werden zahlreiche Kinder mit Schulspeisung versorgt, es werden Lehrmaterial und Schuluniformen bereitgestellt usw. Nur über die Bildung und Ausbildung ist eine wirkliche Zukunftsperspektive für diese Kinder und Jugendlichen gegeben. Die Gemeindemitglieder in Kariobangi sammeln von ihrem wenigen Geld, das sie zur Verfügung haben, für den Neubau der Kirche St. Martin, da die alte Kirche aus allen Nähten platzt (etwas, was wir uns schon gar nicht mehr vorstellen können) - auch dafür ist weiterhin unsere Unterstützung notwendig.

Erfreulich war zu hören, dass die Aids-Neuerkrankungen zurückgehen, jedoch benötigen viele Tausende Erkrankte lebensnotwendige Medikamente, die ebenfalls mit finanzieller Unterstützung aus Oberkochen gekauft werden können. Pater Mario erzählte mit großer Freude und mit Engagement von den Menschen in unserer Partnergemeinde. Sicherlich haben sich alle Kirchenbesucher und die erfreulicherweise zahlreich erschienen Besucher im Edith-Stein-Haus davon mitreißen und erneut für Kariobangi begeistern lassen!

Frau Paula Weis konnte Pater Mario einen Scheck über 400 € überreichen, ein stolzer Betrag, der aus den Eine-Welt-Verkäufen in unserer Pfarrkirche erwirtschaftet wurde. Das ist Ihr Verdienst, liebe Käufer/Innen unserer Produkte aus fairem Handel! Ein herzliches Dankeschön Ihnen allen dafür!

Ihre MEF-Gruppe

 

 

 

 

Weihnachtsgrüße von Kariobangi  (Dezember 2010)

Meine lieben Freunde,

ich grüße Euch mit ganzem Herzen! - Es ist in der Tat schon lange her, dass ich nichts von mir habe hören lassen: jetzt ist die Zeit gekommen!

Ich muss immer Gott danken für Eure Freundschaft, Euer Glaube, dass Ihr mich dem Herrn in Erinnerung bringt und zuletzt für die Unterstützung, die Ihr mir in verschiedener Form gegeben habt, so dass ich die vielen missionarischen Aktivitäten weiterführen konnte, zu welchen der Herr mich gerufen hat. Meine Dankbarkeit hat Euch manchmal mit meinen Worten erreicht, aber meistens mit meinen Gedanken im Gebet für Euch alle.

Ich bin bis jetzt 17 Jahre hier in Kariobangi und ich muss Gott danken für diese lange und aktive Zeit von meinen Leben, an diesem Ort und unter diesen Menschen. Ich werde die Gelegenheit haben, einen Erneuerungskurs in Rom mitzumachen, organisiert für uns Comboni-Missionare, vom 7. Januar bis Ende Mai 2011. Es sind mehr als 25 Jahre, dass ich keine so lange Zeit hatte, um über meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nachzudenken. Ich habe kürzlich meinen 70. Geburtstag gefeiert und ich möchte diesen Kurs als eine Gnade ansehen, neu aufzubrechen in meinem Leben, ob für kurz oder lang, je nachdem.

Ich teile Euch mit, dass ich am 20. Dezember nach Italien zurück fliege. Zuerst werde ich einige Tage zu Hause verbringen um meinen Vater zu sehen. Mit seinen 101 Jahren macht er voll Freude weiter, aber am 7. Januar werde ich in Rom sein. Ich werde hier bis Ende Mai bleiben (denken Sie, dieses Geschenk: der Abschlussmonat von diesem Kurs wird eine Pilgerreise auf den Fußspuren von Comboni nach Ägypten und ins Heilige Land sein).

Es ist bereits Advent und Weihnachten wird bald hier sein. Ich werde mich an Euch in diesen Tagen erinnern, und ich werde Euch in dieser seligen Weihnachtszeit näher sein, in der Christus uns beide als Christen und als Menschen erneuern kann, uns wieder die Freude und die Kraft geben der Solidarität mit jedem, besonders mit den Ärmsten.

Danke!! Wir sehen uns bald oder zumindest später.

Mit herzlichen Grüßen

Euer P. Mario Porto

 

Weihnachtsgrüße nach Kariobangi

 

Lieber Pater Mario,

liebe Freunde in Kariobangi!

Wir grüßen Euch ganz herzlich aus Oberkochen und wünschen Gottes Segen und Freude zum bevorstehenden Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2011.

Wir danken Ihnen, Pater Mario, für all das, was Sie bisher vor allem in Kariobangi mit Gottes Hilfe zur Verbesserung der Lebensbedingungen erreicht haben. Wir freuen uns mit Ihnen über Ihren Heimaturlaub und über die Chance, in Rom über einen längeren Zeitraum inne halten zu können, um Rückblick zu halten, um sich auf sich konzentrieren zu können - und um in sich hinein hören zu können, was Gott als nächstes mit Ihnen vorhat.

Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest zu Hause und eine gute Zeit in Rom. Wir sind uns sicher, dass so ein humorvoller und aktiver Mann mit all seiner Erfahrung im Umgang mit den armen Menschen in Afrika und mit uns hier in Europa eine passende Aufgabe finden oder erhalten wird, in der er weiterhin so großartig zum Wohl der Menschen und zum Wohle Gottes wirken kann.

 

 

 

Ein Brief von Pater Mario zu dem Tuch mit den Handabdrücken  (September 2010)

 

Lieber Pfarrer Andreas und alle Freunde in Oberkochen,

mit Freude haben wir in Kariobangi Euer Tuch mit den Handabdrücken erhalten, als ein Zeichen unserer beständigen Erinnerung und Partnerschaft. Es ist sehr schön und es wird eine Erinnerung sein für alle kommenden Generationen hier in Kariobangi, von dem großartigen Vertrauen und der Liebe von den Menschen in Oberkochen. Wir danken Gott dafür!

Ich nehme an, dass Sie/Ihr in diesen Tagen das Tuch sehen werdet, welches wir zurück gesandt haben, mit den Handabdrücken von verschiedenen Menschen: Jugendliche, Waisen, Mitglieder vom Pfarrgemeinderat etc.

 


Wir wünschen, dass es eine Erinnerung sein möge an unsere Verbundenheit im Gebet und der Solidarität zwischen unseren Pfarreien. Möge der Herr es uns möglich machen und die Kraft geben, treu zu sein in unseren Aufgaben.

In dieser Zeit haben wir in Kariobangi Wahlen von den Leitern der „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“, von den Mitgliedern des Rates der Region und des Pfarrgemeinderates: Veränderungen werden stattfinden und wir hoffen das Beste.

Es gibt Veränderungen auch in der Nation von Kenia, die eine Verfassung und eine neue Struktur der Regierung erhalten hat. Doch wir sehen, dass das, was am meisten benötigt wird, ist die Veränderung in den Herzen und Gedanken der Menschen: Was ich meine ist ein Aufruf, welcher einer christlichen Bekehrung entspricht, die immer und für jeden Menschen notwendig ist.

Wir denken an jeden von Ihnen im Gebet und Freundschaft. Mit Dankbarkeit verbleibe ich,

Ihr P. Mario

 
 

Unser Tuch mit den Oberkochener Handabdrücken in Kariobangi (Juli 2010)

 

 

Einen Handabdruck für Kariobangi  (3. Juni 2010)

 

An Fronleichnam wurde beim Gemeindefest die Aktion „Einen Handabdruck für Kariobangi“ durchgeführt.

Die Idee war: Viele Hände mit Fingerfarben bunt bemalt auf ein Tuch zu drucken, als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit mit unserer Partnergemeinde in Kariobangi. Für diese Aktion wurden zwei Tücher bedruckt, einmal mit unserer Pfarrkirche darauf und mit Grüßen aus Oberkochen, auf dem zweiten Tuch ist die Kirche in Kariobangi abgebildet. Dieses Tuch werden die Menschen in Kariobangi für uns mit ihren Händen bedrucken und nach Oberkochen wieder zurückschicken. Anfang Juli werden die Tücher nach Kenia an P. Mario Porto gesandt.

Die beiden Tücher wurden für den Gottesdienst an Fronleichnam in der Kirche aufgestellt. Herr Pfarrer Macho wies in seiner Predigt auf diese Aktion hin und ging besonders auf die auf dem Tuch abgedruckten Sätze ein.

„We want to learn from each other – wir wollen von einander lernen

We pray for each other – wir beten für einander

We help each other – wir helfen einander”.

Im Jugendraum der Evangelischen Kirche trafen sich im Laufe des Nachmittags Kinder, Jugendliche und viele Erwachsene, um bei dieser Aktion mitzumachen. An einer Bildtafel konnte man sich Bilder von Kariobangi anschauen und so sich über das Leben in unserer Partnergemeinde informieren.

Am Abend war das Tuch voll bedruckt mit bunten Händen. Diese Aktion hat allen sehr viel Freude und Spaß gemacht.

 

 

   

 

 

 

 

Ein Brief aus Kariobangi von Pater Mario  (Mai 2010)

 

Meine lieben Freunde von Oberkochen,                                                                  

Grüße an Euch und an Eure Lieben!

 

Ihr habt Euch sicherlich gewundert, warum ich solange nichts von mir habe hören lassen und ich schulde Euch eine Erklärung, weil ich Euch vielleicht als undankbarer Freund erscheine, wenn man bedenkt, was Ihr alles für mich getan habt, um die Menschen in Kariobangi zu unterstützen, zwischen denen ich lebe.

Das Jahr 2010 begann mit großen Hoffnungen, aber sofort fand ich mich in einem Meer von Aufgaben, vor allem weil in Kenia das Schuljahr im Januar beginnt.

 

Die Kinder vom Watoto Wetu Zentrum (d. h. übersetzt: Unsere Kinder) und von St. Martin, die entweder Waisen oder sehr arm sind, haben sofort meine ganze Aufmerksamkeit verlangt, um sie auf den Übergang in die Sekundarstufe vorzubereiten. All die Zahlungsaufforderungen von Schulgebühren, Büchern, Schuluniformen etc. haben mich sehr gefordert, als hätte ich unzählige Söhne und Töchter zu unterstützen. Darüber hinaus mussten wir die Speisungen für all die anderen und vor allem für die Oberschule von „Our Lady of Fatima“, welche durch unsere Pfarrei unterstützt wird, wieder organisieren. Alle unsere Waisen und armen Schüler nehmen am großen Schulspeisungsprogramm teil.

Außerdem bin ich Vorsitzender zweier Schulgremien mit unzähligen Besprechungen.

 

Dazu kommt, dass ich die Finanzen von der Pfarrei und von meiner Comboni-Gemeinschaft leite, außerdem die Planung mit den drei Schwestergemeinschaften, (Comboni-Schwestern, Schwestern von der Mutter Teresa und Franziskanerinnen) für die sozialen und pastoralen Aktivitäten.

Es gibt auch eine kleine, aber sehr qualifizierte Gruppe Jugendlicher, welche gute Veranstaltungen „Education for Life“ (Erziehung zum Leben) für tausende von Jugendlichen in und außerhalb von Schulen abhält.

Da sind vor allem meine Verpflichtungen als Priester, denen ich mich widmen muss: Ich muss Gott danken, denn ich bin umgeben von verantwortungsbewussten und wertvollen Mitarbeitern. Vor allem die 56 Katechisten, die über tausend Taufbewerber in zweijährigen Kursen auf das christliche Leben vorbereiten, unterliegen meiner besonderen Verantwortung. An Ostern dieses Jahr hatten wir große Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Insgesamt waren es 511 Personen, welche die Taufe und die Erstkommunion erhielten, dazu haben 14 Paare die Ehe geschlossen.

 

Ich könnte Euch noch mehr von anderen Tätigkeiten erzählen, ich erwähne noch das St. Martins-Projekt, in dessen ersten Phase eine Kirche gebaut werden soll, in der zweiten wird dann eine Schule gebaut. Der Bauplan ist fertig. Das Projekt hat die notwendigen Freigaben von der Stadtverwaltung bekommen und jetzt - nach unvorgesehenen Ereignissen und Verzögerungen - sind wir dabei, die Kosten zu ermitteln.

Mit den Christen aus dem Gebiet von St. Martin sammeln wir weiterhin zweimal im Monat. Wir hoffen, dass die Differenz zwischen dem was wir haben und was es kosten wird, nicht zu groß sein wird. Ich hoffe auf Eure Hilfe.

Das sind einige Neuigkeiten. Ich grüße Euch mit Zuneigung und in der Gewissheit Eurer Freundschaft.

Euer P. Mario

 

 

 

 

WEIHNACHTSGRÜSSE AUS KARIOBANGI 2009

Liebe Freunde,

zurück in Kenia und wieder in meinem „normalen“ Leben, fühle ich mich Lichtjahre entfernt, seit wir uns in Oberkochen gesehen haben: Gleich nach meiner Ankunft empfing mich tiefe Finsternis in Kariobangi – wieder einmal kein Strom, was inzwischen fast der Normalzustand hier ist. Die größte Schwierigkeit, der ich hier gegenüberstehe ist jedoch, diese armen Menschen hier leiden zu sehen, die so kämpfen müssen für ihr bisschen tägliches Brot! Auch wenn es mich so erschüttert, die Not der Menschen hier zu teilen: Ich wüsste keinen besseren Ort für mich als Comboni-Missionar.

Die Situation hier vor Ort verringert jedoch in keinster Weise die Sehnsucht nach Gott. Stellt Euch vor: letzten Sonntag konnten wir mehr als 850  Katechumenen aufnehmen, die sich jetzt zwei Jahre auf die Taufe vorbereiten werden. So viele Kinder und Jugendliche hier in St. Martin, für die ich verantwortlich bin. Es ist wirklich absolut notwendig, dass wir hier die neue Kirche bauen. Wir hoffen, Anfang des neuen Jahres damit beginnen zu können – auch mit Eurer großzügigen Hilfe!

Hier in Kenia sind jetzt die Schulen geschlossen, das Schuljahr ging zu Ende. Ich weiß nicht, woher viele unserer Kinder und Jugendlichen nun ihr tägliches Essen bekommen werden. Nun, da Weihnachten naht, bin ich sicher, dass Gott für die spirituelle und auch die materielle Solidarität in den Herzen so vieler Menschen, besonders in Euren, sorgen wird.

Ich kann nur zum wiederholten Male DANKE an Euch alle sagen, die Ihr teilhabt an meiner Freude, an meinen Hoffungen und auch an meinem Glauben. Gott segne Euch alle! Bereitet Euch in dieser Zeit des Advent vor, Sein Geschenk der Freude und des Friedens und den Mut für den weiteren Lebensweg zu empfangen. Geheiligte und glückliche Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr! Meine Gedanken sind bei Euch.

Euer Pater Mario

 

WEIHNACHTSGRÜSSE NACH KARIOBANGI 2009

Liebe Freunde in Kariobangi!

Weihnachten steht vor der Tür. Bei uns in Deutschland ist das ein Fest, das sich vor allem im privaten Bereich der Familie abspielt.

Aber weil Weihnachten auch ein Fest ist, das weltweit begangen wird, sind wir nicht nur auf uns beschränkt, sondern im Gegenteil: wir wissen uns da verbunden mit vielen Menschen. Und noch wichtiger ist: gerade weil Gott Mensch geworden ist für alle Völker und für alle Zeiten, machen wir uns an Weihnachten bewusst, dass wir zusammen gehören. Das Kind in der Krippe macht uns zu seinen Schwestern und Brüdern.

Deshalb sind wir auch dankbar für die Verbindung mit Euch in Kariobangi, jetzt schon so viele Jahre.

Als neuer Pfarrer in Oberkochen schätze ich dieses Miteinander sehr. Schön war auch, dass ich schon so kurz nach meinem Neubeginn hier Pater Mario begrüßen durfte bei unserem Gemeindefest.

So grüßen wir Euch ganz herzlich aus Oberkochen und wünschen Gottes Segen und Freude zum bevorstehenden Weihnachtsfest und für das Neue Jahr 2010.

 

Scheckübergabe an Pater Mario Porto beim Kirchweihfest 2009

Grußwort von Pater Mario Porto

Oberkochen 17.10.2009

Dear Christians and Friends of Oberkochen,

                                                                           We have seen each other last year, but I hope it may not have done any harm to have seen each other again this year. I have come home in Europe because my father is going to celebrate his 100th birthday on 29th October: he has written a letter to my superiors asking me to be with him on this special occasion, and my superiors have granted me permission.

But to you in Oberkochen I come always in the name of the people of Kariobangi Parish, with whom we pray for you in thanksgiving for all that you have done for us, and in the hope that our bonds of faith and generosity may not be broken. I felt the need and I was happy to have the opportunity of knowing your new Parish Priest, Pater Andreas Macho: it will be easier to communicate also with him from Africa.

However, my presence here was meant to refresh and keep alive your memory for the people of Kariobangi: without seeing each other, our memory fades away, and people can become simple works of our imagination. I am here also praying with you so that our memory may become a memorial in Christ: with my Christian community of St. Martin we pray three masses every Sunday, and in each we make memory also of you, so that your faith, hope and love may never diminish.

I have seen that the level of our communication and information has diminished in these 2-3 years: we understand the reasons. But we are also afraid that this may indicate that the level of our communion may diminish. If we, Oberkochen and Kariobangi, are going to diminish our communion and solidarity, we shall all become poorer, spiritually and materially. We need each other, if we want to overcome our selfishness and become ever more “Catholics”, open to the world.

Some of you are eager to know about the present situations of life in Kenya.

1. The Climatic Changes are the most serious cause of problems in Kenya.

     The Rainy Seasons are unpredictable, and the consequences are:

1.  the water stored in the great basins has finished;

2.  even in Nairobi, 4 million people, water and electricity are rationed: we have water one day and night per week– we do not have electricity three days per week;

3.  industrial-commercial-communication activities are paralysed;

4.  lack of water blocks even the small industries or activities, bringing unemployment where before there was personal and creative initiative;

5.  hygiene is more difficult to be kept, and so diseases spread easily: cholera, malaria, AIDS, respiratory diseases (dust is everywhere, and we cannot stop breathing it-ecological disaster), physical weakness and no resistance to diseases;

6.  loss of agricultural products and especially of the basic foodstuff;

7.  terrible increment of prices, especially of food;

8.  lack of grass has brought death to hundred thousands of livestock among the pastoralists. This has caused hunger for the people, and loss of their capital goods, destroying even their culture and way of living.

9.  children out of school: many children do not go to school in order to go to look for water, kilometres far away.

2. School activities: it is difficult to run institutions with hundred/thousand people without water; water harvesting is a must, excavating new underground tanks to preserve water.

3.   Conflicts: economic for the possession of land/forests;

                    Tribal-political for the possession of power;

                    Social: because the differences between the few rich & the                                  many poor have increased, and bring anger to those                                        who can barely survive, eating once a day, what they                              can scarcely afford.

4.   Solidarity: do not forget us; do not forget your responsibility as Christians….

 

Zusammenfassung des englischen Originaltextes:

Behaltet Kariobangi in Eurem Bewusstsein!

Anlässlich seines Besuches während unseres diesjährigen Kirchweihfestes rief uns Pater Mario in seinem Grußwort geradezu auf, unsere Verbindung zu Kariobangi wach zu halten. So wie während der drei sonntäglichen Messen in Kariobangi im Gebet unserer Kirchengemeinde gedacht wird, bittet Pater Mario um unser Gebet und unsere anhaltende Unterstützung für die Menschen in unserer Partnergemeinde. Er schildert uns die aktuelle, von großer Not geprägte Situation vor Ort.

Die klimatischen Bedingungen in Kenia verursachen die größten Probleme: Aufgrund des Regenmangels sind die Wasservorräte erschöpft, in der 4-Millionen-Stadt Nairobi werden Wasser und Elektrizität rationiert (wir erhalten pro Woche 1 Tag und 1 Nacht Wasser, an 3 Tagen der Wochen haben wir keinen Strom). Der Wassermangel hemmt die kleinen wie die großen Unternehmen, daraus resultiert eine weiter steigende Arbeitslosigkeit. Hygienische Mindeststandards können nicht mehr eingehalten werden und Krankheiten wie Cholera, Malaria, AIDS und andere verbreiten sich einfach und noch schneller. Agrarprodukte, besonders die Grundnahrungsmittel sind kaum mehr vorhanden und die Lebensmittelpreise steigen ins Unermessliche. Da kein Gras mehr wächst, stirbt das Vieh zu Hunderttausenden. Die Menschen leiden nicht nur Hunger, sondern sie verlieren auch ihre ganze Lebensgrundlage; selbst ihre Kultur, ihre Art zu leben, wird zerstört. Und vor allem auch die sozialen Unterschiede zwischen den wenigen Reichen und den vielen Armen nehmen zu und sorgen für steigenden Zorn unter den Menschen, die kaum überleben können, da sie nicht genügend zu Essen haben. Seinen Dank an unsere Kirchengemeinde für die große Hilfe beendet Pater Mario mit dem Ruf : "Bitte vergesst uns nicht, bitte zeigt weiterhin Eure Solidarität, Eure Verantwortung als Christen".

Ihre MEF-Gruppe

 

 

 

 

 

 

Spendenübergabe beim missionarischen Frühschoppen

Anlässlich des MISSIO-Sonntags am 26. Oktober 2008 weilte Pater Mario Porto aus Kariobangi zusammen mit seinen Ellwanger Comboni-Mitbrüdern Pater Josef Schmidpeter und Bruder Hans Eigner in Oberkochen, um gemeinsam mit unserer Gemeinde den Gottesdienst zu feiern. Während des anschließenden missionarischen Frühschoppens im Edith-Stein-Haus, zu dem MEF-Vorsitzende Johanna Maier die zahlreich erschienen Gäste begrüßte, konnte Paul Trittler wieder einmal 10 000 Euro an Pater Mario überreichen, um damit die große Not in Kariobangi lindern zu helfen.

Zahlreiche Aktionen innerhalb der Kirchengemeinde, wie z. B. der Kirchenverkauf und besonders auch das Kirchweihfest, aber auch viele Einzelspenden haben diesen Betrag ermöglicht. Pater Mario erläuterte dankbar die Hilfe, die mit Oberkochener Unterstützung über viele Jahre in Kariobangi geleistet werden konnte und weiterhin geleistet wird.

Zahlreiche Dias illustrierten den Bericht von Bruder Hans über unsere Partnergemeinde und zeigten die tägliche Not, aber auch die Hoffnung der Menschen in Kariobangi, auch mit der Hilfe aus Oberkochen ihre Situation verbessern zu können. Denn die Unterstützung ermöglicht nach wie vor u. a. die Schulspeisung sowie die Schulbildung, die Alten- und Krankenpflege. So würden rund 400 Menschen täglich ambulant in der Krankenstation behandelt. Abschließend versicherte Paul Trittler den Menschen in Kariobangi auch weiterhin die Hilfe aus Oberkochen.

Erfreulich groß war das Interesse an den Ausführungen von Bruder Hans Eigener und Pater Mario Porto im Edith-Stein-Haus.

 

Neues aus der Partnergemeinde

Von P. Mario Porto erreichte uns vor wenigen Tagen eine Nachricht per Mail.

Pater Mario bedauert, dass er aufgrund der entsetzlichen Verhältnisse in Kariobangi, die wegen der politischen Lage in Kenia entstanden waren, sich erst jetzt wieder melden kann. Folgend eine Zusammenfassung seines Briefes, der uns trotz aller Geschehnisse nicht sprach- und hilflos werden lassen darf!

Liebe Freunde in Oberkochen,

zuallererst will ich mich bei Euch für die fortwährende herzliche und christliche Zuneigung, Solidarität und Unterstützung bedanken, die Ihr uns ununterbrochen zukommen lasst - und ganz besonders auch für Eure Gebete für uns!

Gewalt und Tod haben in besonderem Maße auch unsere Gemeinde in Kariobangi, in der ich tätig bin, getroffen. Gerade hier, wo Menschen in einer guten Gemeinschaft von Sprachen und Abstammungen gelebt haben, hat uns die ganze Macht der Gewalt getroffen. Gestartet und unterstützt durch jugendliche, politisch motivierte Gruppen, hat sich die Gewalt zunehmend auch in Stammesrivalität und schließlich in Kriminalität gewandelt. Speziell in den paar hundert Metern rund um die Kirche St. Martin gab es Steinwerfereien, dann Brandbomben (einfache Colaflaschen gefüllt mit Benzin und dann geworfen), Plündereien; die halbe Siedlung der Ärmsten wurde niedergebrannt, zahllose Menschen und Familien sind geflüchtet, ganze Gebäude wurden ausgeraubt, stehen heute noch leer.

Alle Bemühungen verschiedenster Gruppen, diese Gewalttäter zu beruhigen, waren erfolglos. Und so eskalierte diese Situation bis hin zu Morden an der Bevölkerung.

Ich selbst stand diesen brutalen Menschen und ihren Opfern von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Ich habe die ganzen betroffenen Gebiete zu Fuß begangen, um den Menschen Mut zuzusprechen und weitere Gewalt zu verhindern. Am ersten Tag der Gewalt, einem Sonntag, konnten wir unsere drei Messen nicht feiern. Junge und Alte, selbst diejenigen, die zu Ostern hätten getauft werden sollen, sind überall verstreut und kommen erst jetzt, nach Wochen, wieder langsam zurück. Jetzt kommen laufend zahllose Menschen zu uns, um Essen und Kleidung zu erbitten - sie haben alles verloren! Und doch erleben wir eine große Hilfsbereitschaft für uns! Aber die Wunden in den Köpfen und Herzen sind tief. Bis diese wieder verheilt sind - das wird sehr viel mehr Zeit verlangen, als die Wiederherstellung der Häuser und Kirchen! Kurz nach Ostern hat es in der St. Martin-Umgebung ein weiteres Mal gebrannt: mehr als zweihundert Hütten und unser einfacher Treffpunkt für die Gemeinde wurden zerstört, wir konnten praktisch nichts retten. Und doch hat die Gemeinde sofort wieder den Aufbau geplant.

Ich musste mein erstes Osterfest in dreißig Jahren ohne Taufe und ohne Erste Heilige Kommunion feiern. Aber wir konnten schon wieder Messen feiern und viele unserer Gemeindemitglieder sind wieder da. Und jetzt haben wir unsere Reise wieder aufgenommen und werden Schritt für Schritt Pfingsten erreichen, das wir auch am Pfingsttag feiern wollen. Wir schreiten hoffnungsvoll vorwärts, mit allen Menschen in Kenia.

Ich bitte Euch wieder: Vergesst uns nicht!, wie auch wir Euch nicht vergessen und Euch für alles danken, das Ihr für uns tut. Der hoffnungsvolle Gott wird uns allen helfen. Nochmals: Vielen Dank für Eure Freundschaft und Eure Solidarität!

Herzlichst Pater Mario