Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Oberkochen

 

Startseite

Aktuelles

Termine

Jahresablauf

Gottesdienste

Verantwortliche

Gemeinde

Kindergarten St. Michael

Soziale Einrichtungen

Gruppen

Partnerschaften

Was ist, wenn ...?

Seelsorgeeinheit

Archiv

Links

Von A - Z

Impressum

 

 

 

 

Ein Menschenfischer sagt adieu

Beim Empfang am 5. März 2017 im Rupert-Mayer-Haus

verabschiedet sich die Seelsorgeeinheit von Pfarrer Martin David.

Es ist kein Gottesdienst wie jeder andere. An diesem Tag wird der bei den Leuten so beliebte Pfarrer Martin David verabschiedet.

Er ist nicht nur in Oberkochen gern gesehen, sondern auch in der gesamten Seelsorgeeinheit. Er wohnte zwar in Oberkochen, war aber seelsorgerlich stark engagiert in Waldhausen und in Ebnat. Bereits im Gottesdienst, der vom katholischen Kirchenchor unter Leitung von Joachim Hug umrahmt wird, macht Pfarrer Martin David deutlich, „dass ich hier viele liebe Menschen kenngelernt habe, die mein weiteres Leben bereichern werden“. Denn Pfarrer Martin Samatha Kumar David wird künftig in der Seelsorgeeinheit Pfaffenberg bei Wurmlingen tätig sein.

„Ich verlasse Oberkochen sehr ungern, aber die Nähe zur Universität Tübingen ermöglicht es mir, an meiner Promotion weiterzuarbeiten“, sagt der Geistliche.

Nach seinem ersten Arbeitsschwerpunkt in Oberkochen sei auch das Härtsfeld zu einer wichtigen Wegbeziehung für Pfarrer Martin geworden „und er hat wunderbar in unser Miteinander hineingefunden“, sagt Pfarrer Macho, der das Engagement des scheidenden Pfarrers für Jung und Alt würdigte. Mit seiner offenen Art habe er die Menschen für sich gewonnen.

Nicht unerwähnt blieb auch „der Blick über den Kirchturm hinaus“. Gerne habe die katholische Kirchengemeinde das Projekt „SEED“ unterstützt, das die Schulbildung von Dalit-Kindern in der indischen Heimat von Pfarrer Martin fördert.

„Ich habe viele liebe Menschen kennengelernt und Beziehungen aufgebaut, die fest zu meinem Leben gehören“, verabschiedete sich Pfarrer David. 

 

(Teilweise entnommen aus der „Schwäbischen Post“ vom 6. März 2017)

 

 

Pfarrer Martin stellt sich vor:

Grüß Gott!

Tamil Nadu, mein Heimatland, ist eines der 28 Bundesländer Indiens und liegt an der südlichsten Spitze der indischen Halbinsel. Die Bevölkerung des Landes zählt 80 Mio. und die Sprache ist Tamil. Tamil Nadu ist bekannt für seine reiche Tradition in den Bereichen Literatur, Musik und Tanz. Tamil Nadu ist meist abhängig vom Monsunregen. Wenn der Monsun gut ist, bauen die Leute Reis, Bananen, Blumen, Mango, Zuckerrohr, Kaffee, und Tee an.

Ich komme aus der Diözese Vellore und 90 % der katholischen Bevölkerung sind „Dalits“. Ich bin in einem kleinen Dorf, Theresapuram, geboren und in einer großen Familie mit 7 Kindern aufgewachsen. Nach meinem Abitur habe ich meinen Bachelor in Wirtschaft gemacht. Danach habe ich Philosophie und Theologie studiert. 2003 wurde ich zum Diakon und 2004 in Vellore zum Priester geweiht. Nach meiner Priesterweihe habe ich in meinem Diözesanseminar als Stellvertretender Rektor gewirkt und danach vier Jahre lang eine neue katholische Pfarrei in Koviloor geleitet. Ich bin froh, dass ich dort eine Schule und eine “Sanitäre Anlage” für 900 Kinder bauen konnte. Ich habe die Kirche renoviert und vierzehn Stationen des Kreuzwegs gebaut. Für drei Jahre habe ich in der Arbeitsmarkt Provision der Tamil Nadu Bischof-Konferenz gearbeitet.

Wegen der Bedürfnisse der Diözese Vellore, eine geeignete Person für die Ausbildung der Tagelöhner in der Pastoralleitung zu haben, schickte mich mein Bischof zur Promotion in Theologischer Ethik an der Fakultät für Theologie und Religionsstudien (Katholische Universität Leuven, Belgien). Am 24. September 2010 kam ich nach Belgien. Dort habe ich im Jahr 2012 mein Master’s Programm und Advanced Master´s Programme (Lizentiat) in Theologischer Ethik abgeschlossen. Im September 2012 habe ich meine Promotion angefangen. Der Stipendienrat hat mir eine Stipendienverlängerung für ein Jahr (2012-13) gegeben. Aber ab September 2013 habe ich kein weiteres Stipendium mehr für meine Doktorandenstudien. Deshalb arbeite ich in der Pfarrei Oberkochen und mache weiterhin meine Promotion in Leuven.

Meine Doktorarbeit trägt den Titel: “Für eine Stärkung der theologisch-ethischen Vision bezüglich nicht fester Arbeitsverhältnisse: Richtlinien für eine künftige Katholische Soziallehre zur Verbesserung der Bedingungen nicht organisierter Arbeiter in Indien". Ich glaube, dass dieser Einsatz für die zahlreichen Tagelöhner einmalig ist, da die Mehrzahl von ihnen unter erbärmlichen Verhältnissen lebt, die durch neue globale Wirtschaftslagen entstehen. Ich bin der Meinung, dass meine Doktorandenstudien zusammen mit pastoralen Erfahrungen für mich eine Bereicherung und Hilfe bedeuten.

Ich möchte in Ihrer Gemeinde lernen, wie die Laien sich in die Gemeinde einbringen und mitarbeiten. Ich freue mich auf alles, was ich von Ihnen lernen werde. Ich bin froh, mit Ihnen zusammen arbeiten zu dürfen.

 

 

Seitenanfang